Traditionelle Geistervertreibung Klausentreiben in Schwaben endet in Gewalt

In mehreren Landkreisen in Schwaben ist das traditionelle Klausentreiben in Gewalt ausgeartet. Es gab Verletzte, aber auch mehrere Sachbeschädigungen.
Das traditionelle Klausentreiben am 5. Dezember ist in Schwaben in Gewalt ausgeartet. Ein Schüler sei auf dem Nachhauseweg in Sulzbach (Landkreis Oberallgäu) von acht als sogenannte Klausen verkleideten Männern verfolgt und geschlagen worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Er wurde leicht verletzt.
Ein ähnlicher Fall ereignete sich in Schwangau (Landkreis Ostallgäu). Eine Gruppe Klausen habe eine Frau im Pkw aufgehalten, beleidigt und aus dem Auto gezerrt. Einer der Männer habe sie anschließend mit einer Rute geschlagen. Das Auto wurde beschädigt, die Frau erstattete Anzeige.
Bei einem weiteren Angriff auf einen Autofahrer in Wald (Landkreis Ostallgäu) entstand ein Schaden von etwa 700 Euro. Einer der Klausen habe mit Fäusten und Rute auf das Dach des Wagens eingeschlagen.
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Beim Klausentreiben handle es sich um ein Brauchtum im Allgäu, bei dem die bösen Geister der Dunkelheit und des Winters vertrieben werden sollen.
- Nachrichtenagentur dpa