Fahndung in Hamburg Großeinsatz wegen Ex-RAF-Terrorist Garweg
Ein Zeuge will Ex-RAF-Mitglied Burkhard Garweg gesehen haben. Der Hinweis löst einen Großeinsatz der Polizei aus.
Am Donnerstagnachmittag hat in Hamburg Ausnahmezustand geherrscht: Zahlreiche Streifenwagen patrouillierten durch die Straßen, ein Polizei-Hubschrauber kreiste über der Stadt, und sogar die Spezialkräfte der Unterstützungsstreife für erschwerte Einsatzlagen (USE) waren im Einsatz. Der Grund: Ein Zeuge meldete, er habe den gesuchten RAF-Terroristen Burkhard Garweg am U-Bahnhof Barmbek erkannt. Das berichtet "Bild".
Die Polizei nahm den Hinweis ernst und mobilisierte alle verfügbaren Kräfte. Fast eine Stunde lang suchten die Beamten intensiv am Boden und mit dem Polizeihelikopter Libelle aus der Luft nach dem Verdächtigen. Dennoch blieb die Suche erfolglos und wurde kurz nach 15 Uhr abgebrochen. Gesucht wurde im Bereich des Bahnhofs Barmbek, sagte ein Sprecher der Polizei. Er nannte keine weiteren Details. Nun sollen Aufnahmen der Überwachungskameras in der Umgebung ausgewertet werden.
Daniela Klette soll Garweg gewarnt haben
Burkhard Garweg war Mitglied der Roten Armee Fraktion (RAF) und ist seit Jahren auf der Flucht. Im Februar 2024 wurde seine Komplizin Daniela Klette in Berlin festgenommen. Bei ihrer Festnahme soll sie Garweg gewarnt haben, woraufhin er untertauchte. Der Prozess gegen Klette beginnt am 25. März im Staatsschutzsaal des Oberlandesgerichts Celle.
Gemeinsam mit Ernst-Volker Staub, der ebenfalls noch flüchtig ist, sollen Garweg und Klette zwischen 1999 und 2016 mindestens 13 Raubüberfälle begangen haben. Die Anklage lautet auf versuchten Mord und schweren Raub; insgesamt soll das Trio etwa 2,7 Millionen Euro erbeutet haben.
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