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Italien: Mehr als Tausend Migranten erreichen Küste – fünf Tote


Flucht über das Mittelmeer
Mehr als Tausend Migranten erreichen Italien – fünf Tote

Von afp, dpa, mam

24.07.2022Lesedauer: 2 Min.
Ein Mitglied der "Sea-Watch" verteilt Rettungswesten an Migranten: Seit Jahresbeginn sind 34.000 Migranten über das Mittelmeer nach Italien gelangt.Vergrößern des Bildes
Ein Mitglied der "Sea-Watch" verteilt Rettungswesten an Migranten: Seit Jahresbeginn sind 34.000 Migranten über das Mittelmeer nach Italien gelangt. (Quelle: Nora Bording/Sea-Watch/imago-images-bilder)
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Es ist die gefährlichste Fluchtroute der Welt: Hunderte Menschen haben die Küste Italiens über das Mittelmeer erreicht. Dabei gab es auch Tote.

In Italien sind binnen weniger Stunden mehr als tausend Migranten über den Seeweg angekommen. Sie gingen in mehreren sizilianischen Häfen an Land. Am Samstag hatten ein Handelsschiff und die Küstenwache vor der süditalienischen Region Kalabrien 674 Menschen von einem Fischerboot gerettet, einige direkt aus dem Wasser. Das Boot sei mehr als 200 Kilometer vor der kalabrischen Küste getrieben. Neben den Geretteten wurden auch die Leichen von fünf weiteren Menschen darauf entdeckt.

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522 weitere Menschen erreichten am späten Samstagabend auf 15 Booten aus Tunesien und Libyen die Mittelmeerinsel Lampedusa. Hunderte weitere aus Seenot gerettete Menschen warten nach Angaben von Hilfsorganisationen darauf, an Land gehen zu können.

Die in Berlin ansässige Nichtregierungsorganisation (NGO) Sea-Watch rettete nach eigenen Angaben am Samstag bei vier Einsätzen über 400 Menschen, darunter eine hochschwangere Frau und mehrere Kinder. Das Schiff "Ocean Viking" der NGO SOS Méditerranée holte nach Angaben der Besatzung vor der libyschen Küste 87 Menschen von einem "überfüllten Schlauchboot".

Erstaufnahmeeinrichtung drastisch überfüllt

Seit Jahresbeginn sind laut dem Innenministerium in Rom 34.000 Migranten über das Mittelmeer nach Italien gelangt. Im Vorjahr waren es 25.500 Menschen gewesen, im Jahr 2020 10.900. Auf Lampedusa ist die Erstaufnahmeeinrichtung dramatisch überfüllt, berichten italienische Medien. Demnach seien in der für 300 Menschen ausgelegten Unterkunft mehr als 1.200 Menschen. Das sind in etwa viermal so viele, wie vorgesehen.

Das Mittelmeer ist laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) die gefährlichste Fluchtroute der Welt. Schätzungen der IOM zufolge sind seit Jahresbeginn 990 Menschen auf der Überfahrt ums Leben gekommen oder spurlos verschwunden.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen AFP und dpa
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