Newsblog zum schwer kranken Franziskus Vatikan äußert sich nach Untersuchung beim Papst
Seit mehr als einer Woche wird Papst Franziskus in einem Krankenhaus behandelt. Alles Wichtige zu seinem Zustand lesen Sie im Newsblog.
Inhaltsverzeichnis
- Franziskus geht es etwas besser
- Papst Franziskus unter Wölfen: "Im Vatikan herrscht Bürgerkrieg"
- Vatikan: Keine Besserung in Sicht – wichtige Untersuchung
- Einst Favorit für den Thron – heute Albtraum-Kandidat
- Nummer zwei des Vatikans zu Besuch bei Franziskus
- Papst so lange wie noch nie im Krankenhaus
- Die strengen Rituale nach dem Tod eines Papstes
- Dieser Kardinal steht plötzlich im Zentrum der Papst-Spekulationen
Franziskus geht es etwas besser
Der Gesundheitszustand von Papst Franziskus hat sich nach Angaben des Vatikans weiter leicht gebessert. Dazu gehört, dass die Nieren des 88 Jahre alten Kirchenoberhaupts wieder voll arbeiten. Das geht aus dem am Abend veröffentlichten medizinischen Bulletin hervor. Die "leichte Niereninsuffizienz" habe sich zurückgebildet. Die Lungenentzündung bestehe weiter fort, eine neue Computertomographie des Brustkorbs zeige aber eine "normale Entwicklung".
Trotz der leichten Besserung bleibe die Prognose verhalten, hieß es weiter. Zudem bekommt der Papst gelegentlich zusätzlichen Sauerstoff. Von einem "kritischen Zustand" war in dem kurzen Bulletin aber nicht mehr die Rede.
Papst Franziskus unter Wölfen: "Im Vatikan herrscht Bürgerkrieg"
Der Vatikan ist längst nicht mehr der uneingeschränkte Machtpol der Kirche – ein "innerkirchlicher Bürgerkrieg", wie der renommierte Vatikanexperte Marco Politi es nennt, tobt auf globaler Ebene. In seinem Buch "Der Unvollendete" analysiert er die tiefen Spaltungen innerhalb der katholischen Kirche und stellt die zentrale Frage: Was muss der nächste Papst stemmen und wohin bewegt sich der Vatikan? Im Interview mit t-online spricht Politi über die inneren Machtkämpfe, die Zukunft der Kirche und das Vermächtnis eines Papstes, der das System herausgefordert hat.
Vatikan: Keine Besserung in Sicht – wichtige Untersuchung
"Der klinische Zustand des Heiligen Vaters ist weiterhin kritisch, aber stabil", teilte der Vatikan am Abend mit. Seit dem Wochenende habe der 88-Jährige keine weiteren Anfälle von Atemnot mehr gehabt. Auch die Blutwerte seien stabil geblieben. Am Dienstag unterzog sich Papst Franziskus erneut einer Computertomografie. Das Ergebnis wird am Mittwoch erwartet. Anschließend hieß es vom Vatikan, die Prognose bleibe "verhalten".
Am Mittwochmorgen hieß es vom Vatikan, dass der Papst eine "ruhige Nacht" hinter sich habe und sich weiter ausruhe. Zusätzliche Komplikationen habe es nicht gegeben.
Einst Favorit für den Thron – heute Albtraum-Kandidat
Die Diskussion um die mögliche Nachfolge von Papst Franziskus gewinnt an Brisanz – insbesondere mit Blick auf Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson. Während er 2013 als aussichtsreicher Kandidat galt, wird er heute von Experten als problematische Wahl betrachtet. Turkson, der aus Ghana stammt und hohe Ämter im Vatikan bekleidete, steht wegen umstrittener Äußerungen zur Homosexualität und seiner Nähe zu konservativen Positionen in der Kritik.
Videobotschaft aus Gaza
Für den schwer kranken Papst Franziskus gehen im Vatikan derzeit Genesungswünsche aus aller Welt ein. Jetzt bekam er sogar ein Video aus dem Gazastreifen. Die kleine katholische Gemeinde in dem kriegsgeschädigten Küstenstreifen am Mittelmeer bedankte sich darin für dessen Unterstützung in den vergangenen Monaten und versprach, weiterhin für den an Lungenentzündung erkrankten Pontifex zu beten.
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Nummer zwei des Vatikans zu Besuch bei Franziskus
Papst Franziskus hat im Gemelli-Krankenhaus in Rom die Nummer zwei des Vatikans empfangen, den Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin. Der Italiener war bereits am Montag bei Franziskus zu Besuch. Nach Angaben des Vatikans ging es in dem Gespräch auch um geplante Seligsprechungen. Am Montagabend leitete Parolin eine Andacht auf dem Petersplatz, bei der für den Papst gebetet wurde.
Papst so lange wie noch nie im Krankenhaus
Für Papst Franziskus besteht auch nach zwölf Tagen im Krankenhaus keinerlei Aussicht auf eine baldige Entlassung. Das Oberhaupt der katholischen Kirche liegt aufgrund einer schweren Lungenentzündung nun so lange in der Klinik wie noch nie zuvor.
Bei seinem zuvor längsten Klinikaufenthalt nach einer Darmoperation 2021 konnte er am zwölften Tag entlassen werden. Aktuell gibt es dafür bislang keinerlei Zeithorizont. Alle Termine sind abgesagt. Die Ärzte haben ihm absolute Ruhe verordnet.
Tausende beten auf Petersplatz für Papst Franziskus
Auf dem Petersplatz in Rom haben am Montagabend Tausende Gläubige aus aller Welt den Rosenkranz für Papst Franziskus gebeten. Zudem nahmen an der Andacht mehr als zwei Dutzend Kardinäle teil. Geleitet wurde sie von dem Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, der Nummer zwei des Vatikans. Der Italiener sagte: "Seit 2.000 Jahren betet das christliche Volk für den Papst, wenn er gebrechlich oder in Gefahr ist." Aus dem Krankenhaus hatte sich der Pontifex zuvor schriftlich für die vielen Botschaften der Unterstützung bedankt.
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Vatikan: Werte des Papstes haben sich verbessert – bleiben aber kritisch
Der Gesundheitszustand von Papst Franziskus ist nach Angaben des Vatikans trotz einer leichten Besserung weiterhin kritisch. "Heute sind keine asthmatischen Anfälle an Atemnot aufgetreten. Einige Laborwerte haben sich verbessert", teilte der Heilige Stuhl am Montagabend mit. Aus Sorge um das 88 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche stand auf dem Petersplatz erstmals eine Rosenkranz-Andacht auf dem Programm. Künftig soll es eine solche Andacht jeden Abend geben.
Wie inzwischen jeden Abend veröffentliche der Vatikan aus der Gemelli-Klinik, wo der Papst seit anderthalb Wochen behandelt wird, ein ärztliches Bulletin. Darin ist weiterhin von einem kritischen Zustand die Rede. Franziskus habe auch nach wie vor eine "leichte Nieren-Insuffizienz". Dies gebe aber keinen Anlass zu Sorge. Abermals erhielt er zusätzlichen Sauerstoff. Zuvor hatte Papstsprecher Matteo Bruni berichtet, Franziskus sei "guter Dinge".
Auch am Dienstag gab der Vatikan keine Entwarnung. Der 88-Jährige habe die ganze Nacht "gut geruht", sein Zustand sei weiter kritisch.
Die strengen Rituale nach dem Tod eines Papstes
Was passiert nach dem Tod eines Papstes? Der Camerlengo zerstört den Fischerring, die Tore der Sixtinischen Kapelle schließen sich – dann beginnt ein wohlgehüteter Prozess, der seit Jahrhunderten unverändert ist. Alles Wichtige zu den Ritualen nach dem Tod eines Papstes.
Dieser Kardinal steht plötzlich im Zentrum der Papst-Spekulationen
Als Stimme der Versöhnung in einer zerrissenen Region könnte er zum Symbol eines neuen Pontifikats werden – doch sein Weg nach Rom ist alles andere als sicher: der Patriarch von Jerusalem. Warum er gute Chancen hat und wer er überhaupt ist, lesen Sie hier.
- Nachrichtenagenturen AFP und dpa
- Eigene Recherche