Nach Jahren in Syrien Mutmaßliche IS-Terroristin Kim A. festgenommen
Gemeinsam mit ihrem Mann Onur E. verließ sie Deutschland, um sich dem sogenannten Islamischen Staat anzuschließen. Nun ist sie wieder da. Und wurde direkt am Flughafen festgenommen.
Die Polizei hat am Frankfurter Flughafen ein mutmaßliches Mitglied der Terrormiliz IS festgenommen. Gegen die deutsche Staatsangehörige Kim A. habe ein Haftbefehl vom 27. September 2018 vorgelegen, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Sie soll gemeinsam mit ihrem Mann Onur E. Deutschland im Juni 2014 verlassen haben, um sich in Syrien der Terrororganisation anzuschließen.
Training mit dem Sturmgewehr
Mit ihrem Mann soll sie mehrfach in Wohnungen und Häusern gelebt haben, aus denen die Terrormiliz zuvor die Eigentümer vertrieben habe. Einmal sollen sie selbst ein Anwesen in Besitz genommen haben. Außerdem habe sie von ihrem Mann zwei Sturmgewehre erhalten haben, er habe ihr auch gezeigt, wie man damit schießt.
Im Sommer 2016 wandte sich die Frau den Angaben zufolge an Fluchthelfer und entkam aus dem IS-Territorium. Danach habe sie sich in Syrien aufgehalten. Die Festnahme in Frankfurt erfolgte am Freitag. Die Entscheidung, ob die Frau in Untersuchungshaft kommt, soll noch heute fallen.
- Generalbundesanwalt: Pressemitteilung vom 2.10.2020
- Nachrichtenagentur dpa