Reisezeit Fachkräftemangel bremst Ausbau der Autobahnen
In diesem Sommer gibt es auf deutschen Autobahnen nur wenige Baustellen. Allerdings gerät der Ausbau der Straßen ins Stocken.
Auf deutschen Autobahnen gibt es diesen Sommer weniger Baustellen. Bis Ende September soll nur noch an rund 570 Orten vier Tage am Stück oder länger gearbeitet werden, im Sommer 2017 waren es noch mehr als 700 gewesen. Das kündigte das Bundesverkehrsministerium an. Nur wo es unbedingt notwendig ist, werde während der Sommerferien gebaut, sagt Minister Andreas Scheuer. Baustellen würden beschleunigt vorangetrieben, um allen eine möglichst staufreie Reise zu ermöglichen.
Zusätzliche Lastwagenfahrverbote an Samstagen
Der Minister verwies angesichts der beginnenden Reisewelle auf diverse Maßnahmen zur Entlastung der Autobahnen. Im Juli und August gebe es – ergänzend zu den Sonn- und Feiertagsfahrverboten – zusätzliche Lastwagenfahrverbote an Samstagen. Schwertransporte sollten im Juli und August möglichst nur von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr erlaubt werden.
- Stauprognose: Viele Staus in der gesamten Bundesrepublik erwartet
- Längere Autofahrt: So bereiten Sie sich richtig vor
- Schmutzigste Kreuzung Deutschlands: Umwelthilfe will strenge Fahrverbote in Stuttgart erzwingen
Insgesamt habe sich die Zahl der Baustellen im Laufe der Jahre kontinuierlich erhöht, erläutert der CSU-Politiker. In diesem Jahr gebe der Bund eine Rekordsumme von 8,6 Milliarden Euro aus, fast eine Milliarde mehr als im Vorjahr. "Damit investieren wir mehr Geld in das Verkehrsnetz als je zuvor", sagt Scheuer. "Mehr Autobahnen bedeuten mehr Mobilität für Deutschland."
Fachkräftemangel bremst Ausbaumaßnahmen
Allerdings werden viele Ausbaumaßnahmen laut einem Bericht der Wochenzeitung "Die Zeit" durch Fachkräftemangel gebremst. "Wir haben kein Geld-, sondern ein Kapazitätenproblem", sagt eine Sprecherin des Verkehrsministeriums von Nordrhein-Westfalen dem Blatt. Von den 5.700 Mitarbeitern der zuständigen Landesplanungsbehörde gingen in den nächsten zehn Jahren 1.300 in den Ruhestand.
- dpa