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KJND Hamburg: Hunderte Polizeieinsätze – Jugendnotdienst überlastet


Hunderte Polizeieinsätze
So dramatisch ist die Lage beim Kinder-Notdienst

Von t-online, fbo

01.11.2024 - 17:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Kinder- und Jugendnotdienst KJND in Hamburg (Archivbild): Die Lage der Einrichtung ist seit einiger Zeit angespannt.Vergrößern des BildesDer Kinder- und Jugendnotdienst KJND in Hamburg (Archivbild): Die Lage der Einrichtung ist seit einiger Zeit angespannt. (Quelle: IMAGO/Hanno Bode)

Beim Kinder- und Jugendnotdienst sollen junge Menschen in Hamburg Hilfe in Krisenfällen bekommen. Doch die Zustände in der Einrichtung sind besorgniserregend.

Der Kinder- und Jugendnotdienst (KJND) hat eine wichtige Funktion für junge Hamburger in Not: Es ist die zentrale Anlaufstelle für alle Kinder und Jugendlichen in der Stadt, die sich in akuten Krisensituationen befinden. Die Einrichtung an der Feuerbergstraße in Ohlsdorf soll den jungen Menschen für eine befristete Zeit Schutz vor Gewalt oder anderen Bedrohungen bieten.

Doch der Job, den die Pädagogen beim KJND leisten müssen, ist hart. Bereits im Sommer hat Die Linke auf die Missstände durch Überlastungen, Überbelegungen oder zahlreiche Polizeieinsätze aufmerksam gemacht. Neue Zahlen, die die Linksfraktion beim Senat abgefragt hat, zeigen, dass sich die Lage seitdem kaum verbessert hat.

KJND Hamburg: Polizei rückt in 267 Fällen aus

347 sogenannte "besondere Vorkommnisse" gab es zwischen Juni und Mitte Oktober (Stand: 21. Oktober) beim KJND. Mindestens, denn aus Datenschutzgründen dürfen nicht alle Vorkommnisse genannt werden. Einige Fälle überschneiden sich allerdings mit der vorherigen Auswertung des Senats, die den Zeitraum zwischen Januar und Mitte Juni abgedeckt hat.

Besonders Körperverletzungen verursachten viel Ärger an der Feuerbergstraße: Insgesamt wurden 94 Fälle zu Protokoll gebracht, 36 Mal davon wurden Betreute selbst zum Opfer. In 52 Fällen sind Kinder oder Jugendliche aus der Einrichtung weggelaufen. Auch Drogenkonsum (33), Bedrohungen (28), Übergriffe auf Betreuer (22) oder Suizidversuche (5) zählte der Senat auf.

Mindestens 267 dieser "besonderen Vorkommnisse" zogen einen Polizeieinsatz nach sich. In 78 Fällen wurde die Polizei wegen Körperverletzungen gerufen, 51 Mal mussten die Beamten wegen weggelaufener Kinder oder Jugendlichen ausrücken.

Verwendete Quellen
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