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Schadowstraße in Düsseldorf ohne Radverkehr: Grüner Gegenwind für OB Keller


Einkaufsstraße soll radfrei werden
Grüner Gegenwind für den OB auf der Schadowstraße


26.03.2025Lesedauer: 2 Min.
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Ein Radfahrer auf der Schadowstraße (Archivbild): Vor ihm sind Fußgänger auf dem Radweg. (Quelle: Michael Gstettenbauer/imago-images-bilder)
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Die Schadowstraße soll zur Fußgängerzone werden, wenn es nach dem Oberbürgermeister geht. Die Grünen meinen, ihre Vorschläge würden mit "absurden Argumenten blockiert".

Das Risiko, dass sich Radfahrer und Fußgänger auf der Schadowstraße in die Quere kommen, ist groß. Das Problem ist auch seit der Umgestaltung der Verbindung zwischen Wehrhahn und Kö-Bogen bekannt: Der Radweg in der Mitte der Einkaufsstraße fällt entweder vielen Passanten nicht auf oder wird von ihnen beim Shoppen ignoriert. Aber auch Radfahrer sind teils ohne Rücksicht auf andere unterwegs.

Wenn es nach Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) geht, wird der Radverkehr daher zukünftig von der Schadowstraße verbannt. Er soll stattdessen über die Liesegang- und Klosterstraße Richtung Süden geführt werden. Die Verwaltung hatte extra ein Gutachten in Auftrag gegeben, um eine Lösung zu finden. "Bei den erarbeiteten Lösungsvarianten erscheint uns die alternative Führung des Radverkehrs und somit klare Trennung der Verkehre als beste Lösung", so Keller in einer Mitteilung. Diese und der Vorstoß des OBs sind inzwischen gute zwei Monate alt, doch der Widerstand unverändert groß.

Schadowstraße in Düsseldorf: Radverkehr soll umgeleitet werden

Zuletzt wurde im Verkehrsausschuss erneut über die Pläne gestritten. Zuvor hatte bereits Anfang Februar ein Antrag der Grünen eine Mehrheit bekommen, dass vor einem Radfahrverbot zunächst über eine deutlichere Kennzeichnung des Radwegs, über Blumenkübel und eine verständlichere Beschilderung zur Gefahrenminimierung nachgedacht werden soll. Begeisterung löste das in der Verwaltung allerdings nicht aus, zu viel erscheint nicht umsetzbar.

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Die Schadowstraße: In der Mitte ist eine Radfahrspur. (Quelle: Oleksandr Voskresenskyi/imago-images-bilder)

Regelmäßig kommt es zu Konflikten

Die Schadowstraße in Düsseldorf ist eine der meistbesuchten Einkaufsstraßen Deutschlands. Täglich nutzen mehr als 120.000 Fußgänger sowie rund 2.000 Radfahrer die Straße, was regelmäßig zu Konflikten führt.

Doch der Gegenwind für Kellers Vorstoß wird nochmals stärker. Seit Jahren würden schnelle Verbesserungen auf der Schadowstraße blockiert, teilte die Ratsfraktion der Grünen jetzt mit. Keller kappe eine zentrale Verbindung im Radhauptnetz. "Von den ‚Wegen für alle‘ bleiben nur Umwege für Radfahrerinnen und Radfahrer", sagt Sprecherin Mirja Cordes. Eine sicher und gut zu fahrende Verbindung in Richtung Altstadt sei über die Liesegangstraße, Klosterstraße und Immermannstraße nicht möglich.

Die Grünen hoffen nun, dass möglichst schnell deutlichere Markierungen des Radfahrstreifens angebracht werden. Der Rest der Beschlüsse würde jedoch mit absurden Argumenten blockiert. Cordes sagt: "Für Erklärtafeln fehle Personal. Für Blumenkübel sei kein Platz – im Gegensatz zu den Buden des Weihnachtsmarkts."

Verwendete Quellen
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