Tarifstreit Verdi ruft auch zu Streik am Flughafen Düsseldorf auf

Nach ergebnislosen Tarifverhandlungen kündigt Verdi die nächsten Arbeitsniederlegungen an. In NRW droht ein Flugchaos.
Die Gewerkschaft Verdi ruft am kommenden Montag (10. März) zu Streiks an elf deutschen Flughäfen auf. Betroffen davon sind auch die Flughäfen Köln/Bonn, Düsseldorf und Dortmund in Nordrhein-Westfalen. Durch die Ausfälle müssen Passagiere damit rechnen, dass zahlreiche Flüge ausfallen oder umgeleitet werden müssen.
Insgesamt 23.000 Beschäftigte an den Flughäfen werden deutschlandweit dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Verdi geht von "massiven Einschränkungen bei Abflügen und Ankünften bis hin zu Flugstreichungen" aus. Es ist bereits der zweite Warnstreik im laufenden Tarifkonflikt mit den Flughäfen.
Streik am Airport Düsseldorf: Am Montag drohen Ausfälle und Verspätungen
Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle sagte in einer Pressemitteilung: "Wir sehen uns zu diesem Warnstreik gezwungen, da die Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bisher kein Angebot vorgelegt und keine Bereitschaft gezeigt haben, unsere berechtigten Forderungen zu erfüllen."
Die Beschäftigten an den deutschen Flughäfen würden eine unverzichtbare Arbeit leisten und den reibungslosen Ablauf im Luftverkehr garantieren. "Auch sie verdienen eine angemessene Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen", sagt die stellvertretende Verdi-Vorsitzende weiter.
Tarifkonflikt eskaliert: Flugchaos in Nordrhein-Westfalen befürchtet
Mit der frühzeitigen Streikankündigung will Verdi Passagieren ermöglichen, Alternativen zu suchen oder Umbuchungen vorzunehmen. "Wir bedauern die Unannehmlichkeiten, die dieser Streik für die Fluggäste mit sich bringt", heißt es in der Pressemitteilung vom Freitag weiter. Ohne Druck auf die Arbeitgeber komme allerdings keine Bewegung in die Verhandlungen.
Verdi fordert in den laufenden Tarifverhandlungen mit Bund und Ländern acht Prozent mehr Lohn, mindestens aber 350 Euro mehr monatlich. Für besonders belastende Tätigkeiten soll es zudem höhere Zuschläge geben. Außerdem sollen die Gehälter für Auszubildende, Praktikanten und studentische Hilfskräfte monatlich um 200 Euro angehoben werden. Künftig soll es zudem zusätzlich drei weitere freie Tage geben.
- Pressemitteilung der Gewerkschaft Verdi (per E-Mail)