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Löwensenf zieht nach Thüringen: Firmensitz soll in Düsseldorf bleiben


Schließung Thema im Stadtrat
Löwensenf zieht ab – Firmensitz soll in Düsseldorf bleiben


Aktualisiert am 26.02.2025 - 15:56 UhrLesedauer: 2 Min.
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Eine Tube Löwensenf (Symbolbild): Der Wegzug aus Düsseldorf war Thema in der Ratssitzung am Mittwoch (26. Februar). (Quelle: Manfred Segerer/imago-images-bilder)
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Nach mehr als einem Jahrhundert wird die Produktion von Löwensenf aus Düsseldorf abgezogen. Gleich drei Ratsfraktionen fordern Aufklärung von Oberbürgermeister Keller. Nun gibt es neue Infos.

Diese Nachricht ließ die Düsseldorfer aufhorchen: Die Traditionsmarke Löwensenf wird ihre Produktion nach mehr als 100 Jahren in Düsseldorf einstellen und nach Thüringen verlagern. Das gab die Develey Senf & Feinkost GmbH bekannt. Auch die Marke ABB-Senf soll die Stadt verlassen. 54 Beschäftigte verlieren damit ihren Arbeitsplatz.

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Doch wann wurde Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) über die Schließungspläne des Traditionsunternehmens informiert? Das wollten am Mittwoch (26. Februar) gleich drei Fraktionen im Stadtrat wissen. Die Fraktion der Tierschutzpartei/Freie Wähler, die SPD und die Grünen hatten entsprechende Anfragen gestellt. OB Keller sollte sich außerdem dazu äußern, welche Maßnahmen von der Stadt oder ihren Beteiligungen unternommen wurden, um den Standort zu sichern – und warum diese nicht ausgereicht haben oder gescheitert sind.

Sitz der Löwensenf GmbH soll erhalten bleiben

Christian Zaum, Beigeordneter und Dezernent der Wirtschaftsförderung, lieferte die Antworten in der Ratssitzung. Der Wegzug der Produktion von Löwen aus Düsseldorf sei für alle bedauerlich, sagte Zaum. OB Keller sei demnach am 18. Februar parallel zur Bekanntgabe des Wegzuges per Pressemitteilung des Unternehmens informiert worden.

"Erfreulicherweise bleibt aber der Sitz der Löwensenf GmbH mit den Marken Löwensenf und ABB Düsseldorfer Mostert erhalten", berichtete Zaum. Mit einer neuen Show-Manufaktur sollen die Marken demnach noch sichtbarer werden. Die Wirtschaftsförderung unterstütze aktuell die Develey Senf & Feinkost GmbH bei der Suche nach entsprechenden Flächen. Noch in dieser Woche sollen erste Gespräche stattfinden.

Als Grund des Wegzuges nannte Develey-Geschäftsführer Stefan Durach vergangene Woche eine fehlende Entwicklungsperspektive am jetzigen Standort in Düsseldorf sowie "die steigenden Anforderungen an eine moderne und nachhaltige Lebensmittelproduktion." Eigentümer des Grundstücks ist der Flughafen Düsseldorf, an dem die Stadt 50 Prozent Anteile hält.

Wirtschaftsdezernent: Unterstützung wurde abgelehnt

Der "Rheinischen Post" sagte ein Develey-Sprecher zuvor, dass das Unternehmen dreimal versucht habe, das Werksgelände inklusive der Produktionsstätte zu kaufen, jeweils ohne positives Ergebnis. Wirtschaftsdezernent Zaum widerspricht den ernsten Kaufabsichten.

Vielmehr sei die Wirtschaftsförderung vor anderthalb Jahren proaktiv auf die Wirtschaftsförderung zugegangen und habe Unterstützung angeboten. Diese sei nicht angenommen worden, so Zaum. Bereits im Jahr 2018 sei der Standort unter anderem durch ein erhebliches Entgegenkommen beim Mietzins und der Übernahme umfangreicher Instandhaltungsmaßnahmen gehalten worden. Der Wegzug sei von langer Hand geplant gewesen.

Bereits am vergangenen Freitag (21. Februar) hatte OB Keller in den sozialen Medien sein Bedauern über die Entscheidung und den Wegzug von Löwen- und ABB-Senf ausgedrückt. "Die Marken sind untrennbar mit Düsseldorf verbunden", schrieb Keller. Den 54 Beschäftigten am Standort Düsseldorf habe der OB bereits über den persönlichen Austausch mit der Gewerkschaft Gesprächsangebote bezüglich möglicher Übernahmen durch die Stadt unterbreitet.

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