Live-Übertragung geplant Public Viewing im Eintracht-Stadion? BTSV prüft Derby-Idee
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Obwohl das Niedersachsenderby im März in Hannover stattfindet, könnte es im Eintracht-Stadion voll werden. Der BTSV plant eine besondere Aktion.
Die abermalige Entscheidung, das Gästefankontingent beim Niedersachsenderby einzuschränken, löste bei den Fans von Eintracht Braunschweig enorme Empörung aus. Große Teile der BTSV-Anhänger werden am 9. März nicht zur Partie nach Hannover reisen. Die Ultras rufen zum Boykott auf.
Die Eintracht plant daher eine besondere Aktion. Bekommt man diese umgesetzt, könnte es trotz des Auswärtsspiels im Stadion an der Hamburger Straße voll werden. Der Verein plant nämlich ein Public-Viewing. Man wolle die Partie im eigenen Stadion live übertragen, heißt es in einer BTSV-Mitteilung.
Live-Übertragung im Eintracht-Stadion? Der Grund für die Idee
"Wir möchten für all jene Eintracht-Fans ein Angebot schaffen, die aufgrund der Rahmenbedingungen einen Besuch der Partie live im Stadion ablehnen", so der Verein zur Begründung des Vorhabens. Aktuell prüfe man mit allen Netzwerkpartnern, ob eine Live-Übertragung des Derbys erlaubt wird. "So soll es dennoch möglich werden, das Spiel in einträchtiger Gemeinschaft zu verfolgen", heißt es.
Final getroffen sei die Entscheidung noch nicht. Über die neuesten Entwicklungen wolle man umgehend informieren.
Die Polizeidirektion Hannover hatte den erneuten Teilausschluss Anfang Februar angeordnet. In Hannover dürfen nur 60 Prozent – und somit maximal 2.541 – der Eintracht-Anhänger in der Heinz von Heiden Arena dabei sein. Die Polizeidirektion beruft sich bei dieser Verfügung auf Paragraf 11 des Niedersächsischen Polizei- und Ordnungsbehördengesetz, wonach sie "die notwendigen Maßnahmen treffen kann, um Gefahren abzuwehren".
Eintracht Braunschweig: Fan-Demo in Hannover am Donnerstag
Wegen der wiederholten Ausschreitungen vor, während oder nach den Spielen zwischen Braunschweig und Hannover hatte Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) im vergangenen Jahr sogar einen kompletten Ausschluss von Gästefans bei diesen Derbys angedroht. Tatsächlich durften beim Hinspiel in Braunschweig nur 1.260 statt 2.100 96-Anhänger ein Ticket kaufen.
Daraufhin demonstrierten beide Fanlager getrennt voneinander gegen diese Verfügung. Die Braunschweiger Fans kündigten für Donnerstag zudem eine Demonstration an. In diesem Zuge ziehen sie durch Hannover zum Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport, wo Innenministerin Behrens ihren Sitz hat. Mehr dazu lesen Sie hier.
- eintracht.com: "Mögliche Live-Übertragung zum Niedersachsenderby im Eintracht-Stadion"
- Eigene Recherche
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