400 Beamte im Einsatz Razzia gegen illegale Spielautomaten in Berlin

In Berlin durchsuchen Behörden 80 Orte nach illegalen Spielautomaten. Der Einsatz richtet sich gegen die Organisierte Kriminalität in der Hauptstadt.
Berlin geht mit einem Großeinsatz gegen illegale Spielautomaten und Organisierte Kriminalität vor. Mehr als 400 Polizisten durchsuchen rund 80 Orte in der Hauptstadt, darunter Spätis, Imbissstuben und Cafés.
Der Einsatz basiert auf einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Justizverwaltung, Bezirksordnungsämtern und Staatsanwaltschaft. Grundlage ist ein 2023 gestartetes Modellprojekt zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität in Berlin.
Badenberg: "Geld ist ihr Motor"
Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) sieht in der Kooperation eine Chance, kriminelle Strukturen schneller zu erkennen. "Berlin wehrt sich gegen die Aktivitäten der Organisierten Kriminalität. Geld ist ihr Motor", sagte Badenberg anlässlich der Durchsuchungen.
Die Behörden setzen verstärkt auf sogenannte Einziehungsbescheide, um illegal erzielte Gewinne einzukassieren. Im Jahr 2023 wurden in Berlin rund 4,9 Millionen Euro aus kriminellen Geschäften sichergestellt, 2022 stieg die Summe auf etwa 8,8 Millionen Euro.
Organisierte Kriminalität verursacht hohen Schaden
Der finanzielle Schaden durch Organisierte Kriminalität in Berlin betrug 2023 etwa 57 Millionen Euro. Bundesweit schätzen Experten den Schaden auf knapp 3 Milliarden Euro jährlich.
Die Behörden gehen davon aus, dass mit illegal betriebenen Glücksspielautomaten in kurzer Zeit große Geldsummen erwirtschaftet werden können. Der aktuelle Einsatz zielt darauf ab, diese Einnahmequellen der Organisierten Kriminalität in Berlin zu unterbinden.
- Nachrichtenagentur dpa
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