Elfmal auf Opfer eingestochen Berliner wegen Mordes auf Mallorca vor Gericht

Ein Mann aus Berlin soll auf der beliebten Urlaubsinsel Mallorca einen anderen Deutschen getötet haben. Das Motiv gibt Rätsel auf. Jetzt kommt der Fall vor Gericht.
Ein Deutscher steht auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca wegen Mordes an einem anderen Deutschen vor Gericht. Am Donnerstag beginnt am Landgericht in der Inselhauptstadt Palma der Prozess gegen ihn. Ohne zuvor ein Wort gewechselt zu haben, soll sich der Angeklagte im Oktober 2023 mit einem Messer auf das Opfer gestürzt und elfmal zugestochen haben. Der Anklage zufolge starb der 33-Jährige qualvoll.
Ein Motiv nennt die Anklageschrift nicht. Die Staatsanwaltschaft fordert 25 Jahre Haft für den Angeklagten. Zudem soll er die Frau und die beiden Söhne des Toten mit insgesamt mehr als 320.000 Euro entschädigen. Der Prozess startet mit der Auswahl der neun Geschworenen, die letztlich über die Schuldfrage entscheiden werden.
"Mallorca Zeitung": Opfer soll ihm Geld geschuldet haben
Bei dem Angeklagten handelt es sich laut der "Mallorca Zeitung", die sich auf Polizeiquellen beruft, um einen auf der Insel lebenden Berliner. Der Getötete kam demnach aus Bad Oeynhausen bei Bielefeld. Der Angeklagte soll eine Weile lang im Restaurant des Opfers auf der Feiermeile Ballermann gearbeitet haben, hieß es weiter. Das Opfer habe ihm wohl Geld geschuldet.
- Nachrichtenagentur dpa