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Aachen: NRW und Niederlande stärken Partnerschaft


"So sollte es sein, unter guten Nachbarn"
NRW und Niederlande rücken zusammen

Von t-online, kk

26.03.2025Lesedauer: 2 Min.
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Hendrik Wüst (Archivbild): Der deutsche Ministerpräsident hat am Dienstag den niederländischen Ministerpräsidenten Dick Schoof im Düsseldorfer Landeshaus empfangen. (Quelle: IMAGO/Chris Emil Janssen)
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Neue Polizeiteams, bessere Agrardaten, gemeinsames Teleskop: NRW und die Niederlande rücken enger zusammen. Was das für Aachen bedeutet.

Nordrhein-Westfalen und die Niederlande haben bei Regierungskonsultationen in Düsseldorf ihre Zusammenarbeit deutlich ausgebaut. Wie die nordrhein-westfälische Staatskanzlei am Dienstag mitteilte, sind insbesondere neue Projekte im Bereich Sicherheit, Landwirtschaft und Forschung geplant – viele davon mit direkten Auswirkungen auf die Region Aachen.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Landwirtschaft: NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen unterzeichnete mit den Niederlanden und den Provinzen Overijssel, Gelderland, Limburg und Noord-Brabant eine Absichtserklärung. Vereinbart wurde ein intensiverer Austausch zu Agrarpolitik, Tiergesundheit, Forstwirtschaft und Umweltmaßnahmen. Bereits bestehende Projekte wie der digitale Wirtschaftsdünger-Transport sollen ausgebaut werden. Auch der Herdenschutz vor Wölfen und klimaangepasste Waldbewirtschaftung stehen auf der gemeinsamen Agenda.

Deutschland-Niederlande-Belgien: Mehr Polizei im Dreiländereck geplant

Im Bereich Sicherheit planen beide Länder, die Zusammenarbeit ihrer gemeinsamen Polizeiteams über 2025 hinaus zu intensivieren. Zudem wird geprüft, ein zusätzliches Polizeiteam für das Dreiländereck Deutschland-Niederlande-Belgien zu stationieren. Im Fokus stehen Geldautomatensprengungen und der illegale Handel mit Sprengstoffen. Die Polizeibehörden sollen enger gegen organisierte Kriminalität und Extremismus zusammenarbeiten.

Ein weiteres Thema waren die von den Niederlanden geplanten Grenzkontrollen zur Bekämpfung illegaler Migration. Ministerpräsident Hendrik Wüst betonte, dass der freie Personen- und Warenverkehr erhalten bleibe. Es gehe um punktuelle Kontrollen im Binnenraum, nicht um eine Rückkehr zu geschlossenen Grenzen. Der niederländische Premier Dick Schoof sprach sich für eine Umsetzung mit möglichst geringen Belastungen für reguläre Reisende aus.

Ein besonderes Zukunftsprojekt für die Region Aachen ist die Bewerbung um das Einstein-Teleskop. NRW, die Niederlande und Belgien wollen das Observatorium gemeinsam ins Dreiländereck holen. Das unterirdische Gravitationswellenlabor könnte Forschung und Innovation in der Region erheblich stärken.

Ausbeutung von Arbeitsmigranten in der Grenzregion stoppen

Auch die Situation von Arbeitsmigranten in der Grenzregion war Gesprächsthema. Beide Länder führen bereits gemeinsame Inspektionen durch, um Missstände bei Unterbringung und Beschäftigung aufzudecken. Diese sollen ausgebaut werden.

Ministerpräsident Wüst erklärte: "Die Menschen auf beiden Seiten der Grenze erwarten, dass die Politik die Probleme des Alltags löst." Die Niederlande seien für NRW ein enger Partner in Zeiten internationaler Umbrüche. Premier Schoof sagte: "Zusammenarbeit ist das Schlüsselwort. Und so sollte es sein, unter guten Nachbarn."

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