Robert Hanssen Moskauer FBI-Spion in US-Gefängnis gestorben
Sein Fall gehört zu den schwersten in der US-Geschichte: Jahrelang spionierte der FBI-Mitarbeiter Robert Hanssen für die Sowjetunion und Russland. Nun ist er gestorben.
Der zu lebenslanger Haft verurteilte Moskauer FBI-Spion Robert Hanssen ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Hanssen sei am Montagmorgen regungslos in seiner Gefängniszelle im US-Bundesstaat Colorado gefunden worden, teilte das Bundesamt für Gefängnisse mit.
Das Personal habe lebensrettende Maßnahmen eingeleitet, Hanssen sei aber kurze Zeit später für tot erklärt worden. Der ehemalige FBI-Agent war 2002 in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia wegen langjähriger Spionage für die Sowjetunion und später für Russland verurteilt worden.
Der Spionagefall gehört zu den schwersten in der US-Geschichte. Hanssen hatte 25 Jahre lang für das FBI gearbeitet und in diesem Zeitraum mit Unterbrechungen über 15 Jahre lang für Moskau spioniert. Unter anderem soll er Informationen über Satelliten und andere Frühwarnsysteme, US-Waffenentwicklungen und Verteidigungsstrategien sowie über Einrichtungen zur Aufklärung und Kommunikation weitergegeben haben.
- Nachrichtenagentur dpa