Vorsitzender der Jusos Kevin Kühnert will in den Bundestag

Die nächste Bundestagswahl ist im Oktober 2021. Der SPD-Politiker Kevin Kühnert hat nun angekündigt, kandidieren zu wollen. Dabei geht er auch auf Kritik von Sigmar Gabriel ein.
Der stellvertretende SPD-Chef Kevin Kühnert will bei der nächsten Bundestagswahl kandidieren. "Wer Veränderung will, sollte bereit sein, dafür Verantwortung zu übernehmen", sagte Kühnert in der neuen Ausgabe des "Spiegel". Daher werde er sich bewerben. Die Kritik von Ex-Parteichef Sigmar Gabriel, er solle erst einmal sein Studium beenden und arbeiten, wies Kühnert zurück. Das sei ein "vorgeschobener Angriffspunkt für Leute, die eigentlich eine inhaltliche Auseinandersetzung mit mir führen wollen und vielleicht auch sollten".
Er verdiene seit dem Abitur sein eigenes Geld und arbeite als Juso-Chef sieben Tage die Woche, sagte Kühnert. Dafür erhalte er eine Aufwandsentschädigung. Am Ende komme dabei deutlich weniger heraus als ein deutsches Durchschnittsgehalt, "was nicht schlimm ist".
Positiv äußerte sich Kühnert über Finanzminister Olaf Scholz von der SPD. Dieser mache seine Arbeit in der Coronakrise "einfach verdammt gut". "Wir alle können froh sein, dass mit Olaf Scholz ein Sozialdemokrat Finanzminister ist, Sicherheit ausstrahlt und nicht aus ideologischen Gründen mit dem Geld knausert."
- Nachrichtenagentur AFP