ADAC warnt Das werden 2025 die schlimmsten Staustrecken
Baustellen sind der natürliche Feind des Autofahrers. Im Jahr 2025 wird es nicht besser, sondern schlimmer. Der ADAC nennt die größten Verkehrsbremsen.
Brücken, Tunnel, Fahrbahnverengungen: Die Straßenbauer planen Großprojekte im ganzen Land. Ob auf der A1 zwischen Dortmund und Köln oder auf der A8 bei Pforzheim – die Nadelöhre der Nation werden enger. Das Ziel sind weniger Staus. Die Realität: erst einmal mehr Staus.
Baustellen, die Nerven kosten
Deutschlands Autobahnen sind in die Jahre gekommen – vor allem die Brücken. Rund 8.000 der insgesamt 28.000 Brücken gelten als sanierungsbedürftig. Besonders dringlich sind 4.000 Bauwerke entlang der meistbefahrenen Strecken. Die Arbeiten sind oft langwierig: Allein auf der Sauerlandautobahn A45 müssen 60 Brücken neu gebaut werden – Geduldsproben für Autofahrer inklusive.
Auch viele Tunnel werden zur Dauerbaustelle: Der Gräfelfinger Tunnel (A96), der Engelbergtunnel (A8/A81) und der Tunnel Königshainer Berge (A4) müssen aufwendig saniert werden, weil sie den modernen Anforderungen nicht mehr genügen. Der Preis für die Sicherheit: Staus durch verschwenkte Fahrbahnen, Tempolimits und gesperrte Spuren. Wer auf diesen Strecken unterwegs ist, sollte Zeit mitbringen – und starke Nerven.
Einige der schlimmsten Engpässe:
- A1 Dortmund – Köln: Zwischen Kreuz Dortmund/Unna und Raststätte Lichtendorf Nord – Brückenarbeiten mit nur einer Fahrspur bis Juli 2026.
- A3 Frankfurt – Köln: Engpass zwischen Königsforst und Autobahnkreuz Köln-Heumar bis August 2025.
- A8 Stuttgart – Karlsruhe: Sechsspuriger Ausbau bei Pforzheim, das Enztal bleibt bis Juli 2027 eine Geduldsprobe.
- A9 Nürnberg – München: Zwischen Denkendorf und Ingolstadt-Süd wird zweispurig gebaut – bis Dezember 2025.
Die Liste ist lang. Insgesamt zählen Experten mehr als 20 Großprojekte, die 2025 in Deutschland den Verkehrsfluss stören werden.
Nützliche Helfer
Geräte wie Smartphones dürfen ausnahmsweise während der Fahrt benutzt werden, wenn sie in eine Halterung eingesteckt sind – und dann nur kurz und ausschließlich, wenn es die allgemeinen Bedingungen (Wetter, Sicht, Straßenverhältnisse) erlauben.
Drei Bundesländer unter Dauerstress
Besonders betroffen sind Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hessen. NRW, das Epizentrum deutscher Staus, wartet mit Dauerbrennern wie der A1 und der A40 auf. In Bayern geht es auf der A3 und der A9 rund und in Hessen steht die A66 bei Wiesbaden unter Dauerbaubelastung.
Was Autofahrer tun können
Der ADAC rät: Augen auf und Apps an – allerdings nicht während der Fahrt (siehe oben). Echtzeit-Apps informieren über die aktuelle Verkehrslage. Außerdem hilft es, ein paar Grundregeln zu beherzigen:
- Abstand halten: Dichtes Auffahren im Stau erhöht die Gefahr von Auffahrunfällen. Ausreichender Abstand schafft Sicherheit für alle.
- Geschwindigkeit beachten: Geschwindigkeitsbegrenzungen in Baustellen schützen Arbeiter und Fahrer – Ignorieren birgt unnötige Gefahren.
- Reißverschlussverfahren anwenden: Erst kurz vor der Engstelle einfädeln, um Staus zu vermeiden und den Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten.
Für Fahrer breiterer Autos gilt besondere Vorsicht: Mehr als zwei Drittel aller Neuwagen sind inzwischen breiter als zwei Meter – und passen damit nicht mehr in alle Fahrspuren einer Baustelle, insbesondere die linke.
- adac.de: Baustellen und Sperrungen: Wo 2025 auf Autobahnen Staus drohen