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Selbstständig und bald in Rente: Welche Geldanlage lohnt sich?


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Selbstständigkeit und Rente: Welche Geldanlage lohnt sich?


26.03.2025Lesedauer: 3 Min.
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Selbstständige: Um die Vorsorge müssen sie sich in der Regel selbst kümmern. (Quelle: IMAGO/FL/imago)
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Jeden Tag beantwortet ein Experte aus der t-online-Ratgeberredaktion eine Leserfrage rund ums Geld. Heute: Ich bin selbstständig und arbeite noch gut zwei Jahre bis 67. Welche Anlagen sind sinnvoll?

Wer angestellt ist, gibt automatisch einen Teil seines Gehalts an die Rentenkasse ab – und erhält dafür Rentenansprüche. Freiberufler wie Ärzte oder Rechtsanwälte haben oft ein Versorgungswerk, das eine kapitalgedeckte Rente sicherstellt. Wer dagegen selbstständig tätig ist, muss sich in aller Regel selbst um Auskommen im Alter kümmern. So auch eine Leserin von t-online.

Sie ist heute 65 und würde gern in zwei Jahren aufhören zu arbeiten. Etwas Geld hat sie beiseitegelegt und fragt: "Wie kann ich das lohnend anlegen?"

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Rürup vermutlich keine Option

Die private Vorsorge, die der Staat für Selbstständige vorgesehen hat, ist die Basisrente, umgangssprachlich auch Rürup-Rente genannt. Pro Jahr können Sparer einen fünfstelligen Betrag in einen Vertrag einzahlen und von der Steuer absetzen, 2025 liegt der Höchstbetrag bei knapp 30.000 Euro. Beiträge werden entweder konservativ oder in Aktienfonds oder ETFs angelegt. Die spätere Rente wird mit dem Ertragsanteil besteuert. 2025 sind das 83,5 Prozent, ab 2058 dann 100 Prozent. Mehr zur Steuer auf die Rürup-Rente lesen Sie hier.

Theoretisch kann man auch jenseits der 60 Jahre noch einen Rürup-Vertrag abschließen, etwa einen, der das Geld in günstige börsengehandelte Fonds (ETFs) anlegt und geringe Abschlusskosten hat. Der Geldratgeber "Finanztip" empfiehlt etwa den ETF-Rürup der Sutor Bank über Raisin. Die Auszahlung der Rente lässt sich bis zum 85. Lebensjahr hinausschieben.

Dies lohnt sich allerdings vor allem für gut verdienende Selbstständige, die den Steuervorteil ausnutzen und noch zehn Jahre oder mehr auf ihre Zusatzrente warten können. Denn eine Anlage am Aktienmarkt sollte, um Schwankungen auszugleichen, längerfristig ausgelegt sein.

Flexibles Sparen geht immer

Der einfachere Weg, Geld anzulegen, ist der ohne Förderung. Günstig und flexibel anpassbar an die eigene finanzielle Situation ist etwa ein ETF-Sparplan. Dafür brauchen Sie ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Broker. Dort können Sie monatlich einen bestimmten – auch kleinen – Betrag in einen ETF Ihrer Wahl investieren. Breit gestreute Aktien-ETFs bieten sich an, es gibt aber auch ETFs, die etwa die Renditen von Staatsanleihen abbilden, oder sogenannte Geldmarktfonds, die den gegenwärtigen Einlagenzins der Europäischen Zentralbank (EZB) abbilden. Welche ETFs sich für einen Sparplan eignen, lesen Sie hier.

Wichtig ist auch hier, dass Sie langfristig ansparen, also auf die Sicht mehrerer Jahre, und nicht auf einmal Ihr Geld abziehen, sondern schrittweise entnehmen. Wer wegen Schwankungen an der Börse beunruhigt ist und lieber ganz auf Nummer sicher gehen will, dem bleiben als Anlagemöglichkeiten noch Festgeld oder Tagesgeld. Beim Festgeld überlassen Sie Ihr Geld für wahlweise für ein bis fünf Jahre einer Bank, die damit arbeitet: Dafür bekommen Sie eine vorab vereinbarte feste Verzinsung. Für 24 Monate gibt es derzeit um die 2,6 Prozent pro Jahr.

Gesetzliche Rente: Freiwillige Beiträge können lohnen

Für manche Selbstständige kann es zudem sinnvoll sein, freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Das gilt zum Beispiel, wenn Sie in der Vergangenheit gesetzlich rentenversichert waren, aber noch keine fünf Beitragsjahre zusammenhaben. Erst ab dieser Mindestversicherungszeit haben Sie Anspruch auf eine Altersrente. Die fehlenden Jahre oder Monate könnten Sie sich dann mit freiwilligen Beiträgen nachkaufen.

Verwendete Quellen

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