Ströer sieht starkes Wachstum zum Jahresstart - Aktie zieht an

06.03.2025, 11:16

KÖLN (dpa-AFX) - Der Werbevermarkter Ströer stellt einen guten Start ins neue Jahr in Aussicht. "Für das laufende erste Quartal erwarten wir ein Wachstum von 13 bis 14 Prozent im Bereich Außenwerbung", sagte Co-Chef Christian Schmalzl laut Mitteilung vom Donnerstag. "Die Auftragsbücher für 2025 zeigen einen guten Jahresstart." Damit dürfte sich das Wachstum des im MDax notierten Unternehmens etwas beschleunigen. 2024 legte der Erlös im Außenwerbegeschäft um 11,5 Prozent zu. Die Aktie profitierte deutlich von den Aussichten rund um das Kerngeschäft, zu dem die Kölner in Gesprächen über einen möglichen Verkauf stehen.

t-online aktuell 06.03.2025

Die Aktie gewann am Vormittag in der MDax-Spitzengruppe bis fast neun Prozent auf 59,30 Euro. Bernstein-Analystin Annick Maas sprach von "sehr ermutigenden" Erwartungen für die Außenwerbung im ersten Quartal, insbesondere da die Sparte sich mit starken Vergleichswerten aus dem Vorjahreszeitraum messen müsse. UBS-Experte Adam Berlin schrieb, das Schlussquartal habe zwar die Erwartungen verfehlt, aber den Ausblick für das erste Quartal in der Außenwerbung sah er ebenfalls stark.

Das Kursplus der Aktie in diesem Jahr beläuft sich bereits auf mehr als ein Viertel. Schub hatte vor allem die Mitteilung im Januar gegeben, dass sich Ströer mit Finanzinvestoren über einen möglichen Verkauf der Außenwerbung unterhält. Die indikativen Angebote bewegten sich zu der Zeit für die Außenwerbung und digitale Medien oberhalb der damaligen Marktkapitalisierung des Konzerns.

Neuigkeiten darum gab es jedoch nicht. Es handele sich weiter um offene Gespräche und nicht um einen Verkaufsprozess, sagte Mitgründer und Co-Chef Udo Müller in einer Analystenkonferenz. Wenn allerdings jemand mit Interesse komme und "viel mehr" biete, als der Konzern insgesamt wert sei, dann müsse man sich das anhören, sagte der Manager. Mögliche Verkaufserlöse würden an die Aktionäre verteilt, hieß es.

Konzernweit legte der Erlös des vergangenen Jahres um sieben Prozent auf 2,05 Milliarden Euro zu. Damit durchbrach das Unternehmen beim Umsatz erstmals die Marke von zwei Milliarden Euro. Geholfen hatte unter anderem ein gutes Geschäft rund um die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland.

Bereinigt um Sondereffekte sowie vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verdiente Ströer 626 Millionen Euro - 10 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor und nach Konzernangaben ein Rekordwert. Analysten hatten mit weniger gerechnet. Der freie Mittelzufluss (Free Cashflow) war mit 158 Millionen Euro fast doppelt so hoch wie noch im Vorjahr. Der Nettogewinn kletterte um knapp ein Drittel auf fast 148 Millionen Euro./men/ngu/zb/stk

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