PLANEGG (dpa-AFX) - Hohe Abschreibungen haben dem Biotechnologie-Unternehmen Formycon im vergangenen Jahr wie befürchtet rote Zahlen eingebrockt. Der Spezialist für Biosimilars - Nachahmerpräparate für Biopharmazeutika - musste 2024 wegen eines schwierigen Preisumfelds in den USA auf zwei seiner Präparate insgesamt 134 Millionen Euro abschreiben, wie das im SDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Planegg mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kam in der Folge bei minus 13,7 Millionen Euro heraus, nach plus 1,52 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Zudem belasteten gestiegene Forschungs- und Entwicklungskosten.
Unter dem Strich verbuchte Formycon 2024 gar einen Verlust von 125,7 Millionen Euro, ein Jahr zuvor hatten die Bayern noch dank Sondereffekten einen Gewinn von fast 76 Millionen Euro erwirtschaftet. Damit schlug sich das Unternehmen operativ zwar besser als gedacht, das Nettoergebnis fiel aber deutlich schlechter aus als am Markt erwartet.
Für 2025 rechnet der Konzern nun mit einem operativen Ergebnis von minus 10 bis minus 20 Millionen Euro. Der Umsatz sollte auf 55 bis 65 Millionen Euro zurückgehen, nachdem die Erlöse bereits 2024 um gut 10 Prozent auf knapp 70 Millionen Euro gesunken waren. Die Führungsspitze um Konzernchef Stefan Glombitza bekräftigte unterdessen ihr Ziel, nachhaltig profitabel werden zu wollen. Das Management gehe derzeit davon aus, "dass ein positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) idealerweise bereits im Jahr 2026, spätestens jedoch in 2027 erreicht werden kann", hieß es./tav/ck/he
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