Flugzeugabsturz in Litauen: Behörden vermuten Pilotenfehler

26.03.2025, 13:26

VILNIUS (dpa-AFX) - Gut vier Monate nach dem Absturz eines Frachtflugzeugs in Litauen haben die Behörden die mögliche Unglücksursache bekanntgegeben. In einer Mitteilung ging die Generalstaatsanwaltschaft in Vilnius auf Grundlage ihrer Untersuchungen von einem menschlichen Fehler des Piloten der Swift-Air-Maschine aus, die im Auftrag von DHL von Leipzig nach Vilnius unterwegs war. Sie habe deshalb die zuständigen spanischen Stellen ersucht, die notwendigen Ermittlungen durchzuführen und den sich in ärztlicher Behandlung befindenden Mann zu vernehmen, teilte die litauische Behörde mit.

t-online aktuell 26.03.2025

Frachtflugzeug stürzte in Wohngebiet

Das Frachtflugzeug war am Morgen des 25. November 2024 kurz vor der geplanten Landung in der Nähe des Flughafens Vilnius in ein Wohngebiet gestürzt und am Boden zerschellt. Dabei kam eines der vier Crewmitglieder ums Leben, die restliche Besatzung - ein weiterer Spanier sowie ein Deutscher und ein Litauer - überlebte verletzt. Die litauischen Behörden haben nach dem Absturz umfassende Ermittlungen eingeleitet.

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft wurde das Unglück wahrscheinlich durch die Deaktivierung des Hydrauliksystems verursacht, das für das Ausfahren der Landeklappen zuständig ist. Dies habe vermutlich zum Absturzes des Flugzeugs geführt, hieß es in der Mitteilung. Ergeben habe sich dies aus der Analyse der in Litauen durchgeführten Befragungen, der Untersuchung der Absturzstelle und der Auswertung der beiden Flugschreiber sowie weiterer gewonnener Informationen. Andere Versionen des Unfallhergangs seien durch die im Zuge der Untersuchung erhaltenen Daten widerlegt worden./awe/DP/nas

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