Devisen: Euro fällt zum Dollar auf den tiefsten Stand seit über einem Jahr

13.11.2024, 16:58

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Mittwoch zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit über einem Jahr gefallen. Die Gemeinschaftswährung sank bis auf 1,0556 US-Dollar. Im frühen Handel hatte sie noch über 1,06 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0629 (Dienstag: 1,0617) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9408 (0,9418) Euro.

t-online aktuell 13.11.2024

Der Dollar legte vor allem am Nachmittag deutlich zu. Die zuvor veröffentlichten US-Verbraucherpreise hatten dem Markt allerdings keine klare Richtung gegeben. Der Abwärtstrend bei der Inflation hat sich in den Vereinigten Staaten im Oktober nicht fortgesetzt und die Inflationsrate ist wieder gestiegen. Die Jahresinflationsrate kletterte von 2,4 Prozent im Vormonat auf 2,6 Prozent. Dieser Anstieg war allerdings von Ökonomen so erwartet worden.

Der Dollar hat zuletzt durch den Wahlsieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen am 5. November erheblich Aufwind bekommen. Denn Trump hatte im Wahlkampf Steuersenkungen sowie höhere Einfuhrzölle versprochen, was den Inflationsdruck erhöhen und die US-Notenbank bei künftigen Zinssenkungen vorsichtiger agieren lassen dürfte.

"Gerade die Unsicherheit bezüglich der Trump'schen Zollpolitik könnte auch die US-Notenbank ins Schwimmen bringen", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Zunächst aber seien weitere Zinssenkungen zu erwarten. "Der reale Leitzins, also der Abstand zwischen Leitzins und Inflationsrate, ist im historischen Vergleich noch immer relativ hoch und bietet der Fed Raum für weitere geldpolitische Lockerungen - trotz des Anstiegs der Inflationsrate im Oktober", schreibt Gitzel. Die Fed werde daher im Dezember den Leitzins erneut um 0,25 Prozentpunkte reduzieren.

Im Blick stand zudem der Yen, der aktuell unter dem Anstieg der US-Anleiherenditen nach der Wahl in den USA leidet. Denn höhere US-Renditen machen Geldanlagen in den Vereinigten Staaten attraktiver. Am Mittwoch mussten zum ersten Mal seit Juli für einen US-Dollar wieder mehr als 155 Yen gezahlt werden. Damit steigt das Risiko, dass die japanische Notenbank auf dem Devisenmarkt versucht, die Abwertung der Landeswährung zu verlangsamen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83413 (0,82835) britische Pfund, 164,71 (163,71) japanische Yen und 0,9379 (0,9354) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete am Nachmittag in London 2.599 Dollar. Das war ein Dollar mehr als am Vortag./jsl/he

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