Aktien New York Ausblick: Ausverkauf geht weiter dank China-Gegenzöllen

04.04.2025, 14:55

NEW YORK (dpa-AFX) - Die gestrige Talfahrt der New Yorker Börsen dürfte sich am Freitag fortsetzen. Nachdem US-Präsident Donald Trump die Märkte am Mittwoch nach US-Handelsschluss mit umfangreichen neuen Importzöllen geschockt hatte, verstärkten die nun angekündigten chinesischen Gegenzölle die Sorgen der Anleger.

t-online aktuell 04.04.2025

Eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Leitindex Dow Jones Industrial 3,1 Prozent tiefer auf 39.295 Punkte. Den Tech-Auswahlindex Nasdaq 100, der am Donnerstag noch heftiger unter die Räder geraten war, sieht IG 2 Prozent tiefer bei 18.159 Punkten. Damit zeichnen sich für die beiden Indizes, die sich bis Mittwoch noch etwas von der vorangegangenen Schwächephase erholt hatten, Wochenverluste von 5,5 beziehungsweise 5,8 Prozent ab.

China kündigte Gegenzölle auf US-Importe in Höhe von 34 Prozent an. Sie sollen am 10. April in Kraft treten, wie die Zollkommission des chinesischen Staatsrats mitteilte. Dies jage einen weiteren Schock der Angst durch die Märkte, schrieb Susannah Streter von der britischen Investmentgesellschaft Hargreaves Lansdown. "Die große Sorge ist, dass dies ein Zeichen für eine scharfe Eskalation des Zollkriegs ist, die erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben wird."

Zudem könnten schon Mitte des Monats Gegenzölle der EU in Kraft treten, welche die EU ursprünglich schon für Anfang April erwogen hatte. Laut der US-Bank JPMorgan ist die Wahrscheinlichkeit einer weltweiten Rezession von 40 auf nun 60 Prozent gestiegen. Die Experten der Schweizer Bank UBS senkten ihr Kursziel für den marktbreiten S&P-500-Index per Jahresende auf 5.800 Punkte - damit liegt es nur noch 7,5 Prozent über dem letzten Schlusskurs. Die kanadische Bank RBC rechnet sogar nur noch mit 5.550 Punkten.

Der ansonsten viel beachtete US-Arbeitsmarktbericht trat angesichts der aktuellen Ereignisse in den Hintergrund. Die Arbeitslosenquote ist im März überraschend weiter gestiegen. Allerdings schuf die weltgrößte Volkswirtschaft mehr Arbeitsplätze als erwartet. Die Stundenlöhne legten wie prognostiziert zu.

An den US-Börsen standen vorbörslich vor allem Tech-Aktien unter Druck, die überwiegend schon am Donnerstag deutlich abgesackt waren. Die in New York gelisteten Anteilsscheine der chinesischen Branchengrößen Alibaba und Baidu etwa büßten 8,6 beziehungsweise 8,1 Prozent ein. Für Apple und Nvidia ging es um weitere 4,9 und 3,6 Prozent bergab und für Tesla um 5,2 Prozent.

Abseits des Tech-Sektors sackten die Papiere des Chemiekonzerns Dupont um 9,3 Prozent ab./gl/mis

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