Aktien Europa: EuroStoxx nach Deutschland-Wahl verhaltener als Dax

24.02.2025, 12:00

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die wichtigsten europäischen Börsen haben am Montag nach dem deutschen Wahlwochenende ein durchwachsenes Bild abgegeben. Während der Dax vom Wahlsieg der Union eindeutig profitierte, entwickelten sich andere Börsen verhaltener. Der EuroStoxx 50 trat denn auch mit 5.478 Punkten fast auf der Stelle.

t-online aktuell 24.02.2025

An der französischen Börse bewegte sich der Cac 40 zuletzt leicht im Minus. Außerhalb der Eurozone gewann der Schweizer SMI knapp ein halbes Prozent auf 13.008 Zähler, während der Londoner FTSE 100 0,3 Prozent höher bei 8.684 Punkten notierte.

Analyst Ricardo Evangelista vom Broker Activtrades sagte, das Wahlergebnis in Deutschland werde von Anlegern "mit vorsichtigem Optimismus" begrüßt. Die Union gewann die Bundestagswahl klar und dürfte mit Friedrich Merz den nächsten Kanzler stellen. Nun läuft alles auf ein Bündnis aus Union und SPD hinaus, da die beiden Parteien im neuen Bundestag für eine Mehrheit genug Sitze haben.

Komplexere Verhandlungen dreier Parteien könnten damit zunächst vermieden werden, betonte Evangelista. Er erwähnte aber auch einen Punkt, der nach der Wahl sorgenvoll stimme: Mit der AfD und der Linken verfügen die beiden Parteien an den politischen Rändern nämlich über eine sogenannte Sperrminorität, womit sie zum Beispiel eine Anhebung der Schuldenbremse blockieren könnten.

Zahlreiche deutsche Aktien mischten sich am Montag mit Anstiegen um bis zu zwei Prozent unter die größten EuroStoxx-Gewinner, darunter der Rückversicherer Munich Re, der Autobauer Volkswagen und der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer.

Schwäche zeigten dagegen Schneider Electric mit fast vier Prozent Minus. Sie kamen damit von ihrem Stand nahe dem Januar-Rekord zurück. Die Fantasie, Elektrotechnikkonzerne seien wegen des Megatrends Künstliche Intelligenz ein wichtiger Profiteur des Ausbaus von Rechenzentren, erhielt am Montag einen Rückschlag. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf eine Analyse der US-Investmentbank TD Cowen berichtet, habe der Softwarekonzern Microsoft wohl begonnen, Leasing-Verträge für Rechenzentren deutlich zurückzuschrauben.

Zum Schlusslicht im EuroStoxx wurde aber Prosus mit einem Rückschlag um knapp sieben Prozent nach einem Übernahmeangebot für Just Eat Takeaway. Die Offerte von 20,30 Euro je Aktie ließ die Papiere des Lieferando-Mutterkonzerns um mehr als die Hälfte auf 19 Euro nach oben springen. Davon beflügelt wurden auch die Papiere anderer Branchenwerte. An der Transaktion zwar unbeteiligt, legten Deliveroo in London um fast sieben Prozent zu.

Ein Fusionsvorhaben brachte auch im Bereich der Energiedienstleister Gesprächsstoff. Saipem und Subsea 7 wollen gemeinsam einen globalen Marktführer formen, was vor allem den Subsea-Kurs in Oslo um 7,5 Prozent anziehen ließ. Bei Saipem war die positive Wirkung geringer, hier stand der Kurs zuletzt mit 1,2 Prozent im Plus.

Der Wahlausgang in Deutschland lenkte noch die Aufmerksamkeit auf europäische Rüstungswerte - und dies über das deutsche Unternehmen Rheinmetall hinaus. Für die Aktien von BAE Systems ging es in London um fast drei Prozent nach oben. Auch Airbus war als möglicher Profiteur mit etwa zwei Prozent Plus gefragt.

B&M Retail sackten an der Londoner Börse um mehr als acht Prozent ab. Der Einzelhändler enttäuschte im Zuge der Zahlenvorlage mit seinem operativen Gewinnausblick. Als Unsicherheit hinzu kam noch der für Ende April angekündigte Abschied des Konzernchefs Alex Russo./tih/mis

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