Schwangerschaft und Fußball Norwegens Fußballliga mit "historischer" Mutterschutzregel
Die norwegische Liga will mit einer neuen Regel dafür sorgen, dass Familie und Spitzenfußball besser vereinbar werden. Schwangere Spielerinnen erhalten automatisch einen neuen Vertrag.
Die höchste norwegische Fußballliga stärkt ihre Regeln zum Mutterschutz. Spielerinnen, die sich vor Ablauf ihres Vertrages in der zwölften Schwangerschaftswoche befinden, sollen automatisch eine Vertragsverlängerung zu mindestens gleichen Konditionen um ein Jahr angeboten bekommen, wie die Liga Toppserien mitteilte. Es sei eine "historische" Entscheidung.
Die Entscheidung sei ein wichtiger Schritt zu mehr Sicherheit für die Spielerinnen, "die Spitzensport und Familienleben miteinander verbinden wollen". Ligachefin Marianne Solheim sagte, in einer Liga mit einem niedrigen Durchschnittsalter sei es besonders wichtig, dass junge Spielerinnen die Erfahrung machen, dass es möglich sei, sowohl an die Karriere als auch an die Familie zu denken.
Die Regelung stelle ein Mindestniveau dar, teilte die Liga mit. Den Clubs sei es freigestellt, noch flexibler zu reagieren, wenn dies im Interesse der Spielerinnen sei.
Ähnliche Regeln auch in Mailand
Im vergangenen August hatte bereits der italienische Topclub AC Mailand die Regel eingeführt, bei schwangeren Spielerinnen den Vertrag automatisch bei gleichbleibenden Bezügen zu verlängern, wenn dieser ansonsten auslaufe. Milan hatte damals angegeben, dies als europaweit erster Spitzenclub zu tun.
Der Deutsche Fußball-Bund hatte im Dezember die Rechte von Müttern und schwangeren Spielerinnen gestärkt und sich dem globalen Mindeststandard des Weltverbandes FIFA, der die Arbeitsbedingungen verstärkt schützt, angeschlossen.
- Nachrichtenagentur dpa