Nach Angriff auf Beamte Bonner Polizei verurteilt Silvester-Randale

Nachdem in der Silvesternacht Jugendliche in Bonn Einsatzkräfte attackiert haben, fordert die Polizei ein konsequentes Vorgehen.
Nachdem in der Silvesternacht in Bonn Jugendliche Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr angegriffen hatten, wurde nun eine Ermittlungsgruppe eingesetzt. Das teilte die Polizei am frühen Montagmittag mit.
In der Nacht auf den 1. Januar waren Einsatzkräfte zu einem Feuer in Bonn-Medinghoven ausgerückt. Dort waren Müllcontainer in Brand gesetzt, nachdem Jugendliche Böller in sie warfen. Die eintreffenden Kräfte von Polizei und Feuerwehr wurden von den teilweise vermummten Jugendlichen dann mit Steinen und Böllern beworfen.
Verhalten "absolut inakzeptabel"
"Diese Angriffe auf die Einsatzkräfte der Feuerwehr und die eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamten verurteilen wir auf das Schärfste", erklärt der stellvertretende Bonner Polizeidirektion Andreas Koch in einer Stellungnahme. "Es ist uns völlig unverständlich, welche Zielrichtung mit Angriffen auf Hilfskräfte verfolgt wird. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand ist es auch glücklichen Umständen zu verdanken, dass keine Einsatzkräfte oder Anwohner durch die Angriffe der Gewalttäter verletzt wurden."
Laut Koch sei es zudem "absolut inakzeptabel", dass Müllcontainer angezündet und geparkte Pkw beschädigt würden. Es gelte daher, derartiges Verhalten konsequent zu ahnden." Wir haben deshalb eine Ermittlungsgruppe, die bei unserem Kriminalkommissariat für Staatsschutzdelikte angesiedelt ist, eingesetzt", so Koch weiter.
Polizei sucht Zeugen
Nach der Randale hatte die Polizei einen 19-Jährigen vorläufig festgenommen. Dieser konnte das Präsidium am Sonntag aber wieder verlassen, gegen ihn wurde jedoch ein Strafverfahren eingeleitet. Auch sollen weitere Beteiligte ermittelt werden. "Neben strafrechtlichen Verurteilungen stehen auch erhebliche zivilrechtliche Schadenersatzforderungen im Raum", so die Bonner Polizei.
Gleichzeitig sucht die Polizei nach Zeugen, die Angaben zum Tatgeschehen machen können. Diese werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0228 15-0 oder per E-Mail an poststelle.bonn@polizei.nrw.de zu melden. Videos und Fotos des Tatgeschehens können zudem über das Portal https://nrw.hinweisportal.de hochladen und für die weiteren Ermittlungen zur Verfügung gestellt werden.
- presseportal.de: Mitteilung der Polizei Bonn vom 2. Januar 2023