Nach 25 Jahren Drogenszene vergrault Kunden: Pizza Hut schließt Standort
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Pizza, Pasta, Salate: All das wird es am Raschplatz in Hannover bald nicht mehr geben. Eine beliebte Imbisskette schließt den Standort – und kritisiert die Situation vor Ort.
Drogen, Kriminalität und Obdachlosigkeit: Der Raschplatz in Hannover wird zusehends zum Problem für Gastronomie und Einzelhandel. Die Situation scheint so abschreckend, dass nun die beliebte Franchise-Kette Pizza Hut ihren dortigen Standort aufgibt. Das teilte die Unternehmen unter anderem per Instagram-Post mit.
"Danke Hannover für 25 Jahre" heißt es in der Überschrift des Beitrags, darunter findet sich ein ausführliches Statement des Konzerns. Und das lässt kein gutes Haar an der Situation vor Ort. Neben deutlich gestiegenen Kosten für den Standort von über 20 Prozent in den vergangenen vier Jahren, habe auch das verstärkte Auftreten der Drogen- und Trinkerszene zu Umsatzeinbußen geführt.
"Schwieriges"Umfeld lässt Umsatz einbrechen
Das Kino- und Partygeschäft würde schwächeln, hinzukämen die Nachwirkungen der Corona-Pandemie sowie die aktuellen Nachteile durch die Inflation. Doch auch "die Rückkehr der Drogen- und Trinkerszene" hätte zu einem "massiven Gästerückgang 2024" geführt. Die Umgebung Raschplatz sei grundsätzlich "schwierig" geworden, was auch an den vielen leer stehenden Läden liegen würde. So sei ein wirtschaftlicher Betrieb "leider unmöglich".
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Das Unternehmen bedankt sich jedoch auch bei seinen treuen Kunden und hatte gehofft, an anderer Stelle wiedereröffnen zu können. Aber daraus wird voraussichtlich nichts. "In der Vergangenheit haben wir uns umgehört, allerdings keinen passenden Standort gefunden", so der Konzern bei Instagram.
Noch bis 25. April hat die Filiale am Raschplatz geöffnet, bis dahin seien auch Gutscheine noch einlösbar.
- instagram.com: Beitrag von @pizzahuthannover