Stadt reagiert Energiekrise: Kalte Dusche für Hannovers Badegäste

Um Energie zu sparen, stellt Hannover den Badegästen warmes Duschwasser ab. Auch der Sprung in die Becken wird kälter, falls diese mit Gas beheizt werden.
Hannovers Schwimmbad-Besucher müssen bibbern: Die Stadtverwaltung hat auf die angespannte Energieversorgungslage in Folge des Ukraine-Krieges reagiert. Sie will mit Blick auf sich anbahnende Engpässe Sparpotenziale nutzen, sagte Felix Weiper, Sprecher der Stadt Hannover, am Montag t-online.
Demnach plant die Stadt in einem ersten Schritt die weitere Beheizung der Freibäder mit Gas einzustellen: "Duschwasser in Schwimmbädern und Freibädern wird nicht mehr erwärmt", so Weiper weiter.
Nicht alle städtischen Bäder betroffen
Allerdings seien nicht alle städtischen Freibäder von der Umstellung betroffen: Das Wasser des Ricklinger Bades werde laut Weiper durch Wärmetausch beheizt. Das Lister Bad ist bereits auf die Beheizung durch Sonnenenergie umgestellt. "In diesen Bädern wird es jedoch künftig kein Zuheizen durch Gas bei schlechterer Wetterlage mehr geben", erklärt der Sprecher.
Das Wasser im Naturbad Hainholz dagegen werde generell nicht beheizt. In den drei Bädern wolle man jedoch zeitnah auf Warmwasser in den Duschen verzichtet. Wann genau die Umstellung erfolgt, sagte Weiper nicht.
Stadt Hannover prüft weitere Schritte
Bei Schwimmbädern alleine solle es jedoch nicht bleiben: Auch das Einsparen von Energie in städtischen Gebäuden sei bereits geplant. Unklar sei jedoch noch, wo genau gespart werde – möglicherweise Einsparungen im "Betrieb von Lüftungs- und Klimaanlagen", so der Sprecher. Auch das Beheizen der Museen stehe demnach auf dem Prüfstand.
Die Stadt wolle während der kommenden Tage weitere Energiesparmaßnahmen prüfen und über die nächsten Schritte informieren. Auf eine frühere t-online-Anfrage von vergangener Woche hatte die Stadt Hannover noch keine Auskünfte zu konkreten Maßnahmen in Folge der Gas-Krise geben können.
- E-Mail-Austausch mit der Stadt Hannover