Entschädigungszahlungen für Missbrauch Bistum Essen zahlte 4,4 Millionen Euro an Opfer

Das Bistum Essen hat über 4,4 Millionen Euro an Opfer sexuellen Missbrauchs ausgezahlt. Am Freitag fordert ein Betroffener vor dem Essener Landgericht mindestens 300.000 Euro.
Die katholische Kirche im Bistum Essen hat bis jetzt mehr als 4,4 Millionen Euro an Opfer sexuellen Missbrauchs gezahlt. Dies bestätigte ein Sprecher des Bistums am Donnerstag (3. April) und bezog sich dabei auf einen Bericht der "WAZ".
Am Freitag wird vor dem Landgericht Essen ein Zivilprozess verhandelt. Ein Kläger verlangt Schadensersatz in Höhe von mindestens 300.000 Euro, nachdem er im Sommer 1979 in Essen von einem Geistlichen missbraucht worden sein soll.
Ein Großteil der Entschädigungszahlungen geht auf Entscheidungen der Unabhängigen Kommission für Anerkennungsleistungen (UKA) zurück, die seit 2021 bundesweit tätig ist. Zwischen 2021 und 2023 bearbeitete die UKA insgesamt 194 Anträge von Betroffenen im Ruhrbistum und bewilligte dabei mehr als 3,2 Millionen Euro für Missbrauchsopfer, wie aus ihrem Tätigkeitsbericht hervorgeht. Neuere Zahlen der UKA liegen noch nicht vor.
Zusätzlich zu den von der UKA bewilligten Summen kommen Zahlungen des Bistums vor Beginn der Kommissionstätigkeit im Jahr 2021 sowie spätere zusätzliche Zahlungen an anerkannte Betroffene hinzu, wie der Bistumssprecher erklärte.
- Nachrichtenagentur dpa