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Rot-Weiss Essen gegen Rostock: Gästetoiletten bewacht


Hochrisikospiel am Sonntag
RWE setzt gegen Rostock auf bewachte Gästetoiletten

Von t-online, jum

03.04.2025 - 11:44 UhrLesedauer: 3 Min.
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Eine Eckfahne mit RWE-Logo im Stadion an der Hafenstraße (Symbolbild): Am Sonntag trifft der Drittligist im Heimspiel auf den FC Hansa Rostock. (Quelle: IMAGO/Herbertz / Nico Herbertz)
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Um einer Zerstörung der sanitären Anlagen im Stadion an der Hafenstraße entgegenzuwirken, kommt beim RWE-Heimspiel am Sonntag gegen Hansa Rostock eine ungewöhnliche Maßnahme zum Tragen.

Am Sonntag (6. April) gastiert Hansa Rostock im Stadion an der Hafenstraße in Essen. Während Rot-Weiss Essen am 31. Spieltag vor allem darauf hofft, weitere Punkte einzufahren, die den Verbleib in der 3. Liga weiter absichern würden, sorgt die Partie vor allem abseits des Fußballfeldes bereits jetzt für ordentlich Gesprächsstoff.

Grund sind besonders die Fans der Rostocker, die in der Vergangenheit vorwiegend durch Verwüstung und Beschädigung von Gästeblöcken von sich reden gemacht hatten. So hatten die Rostock-Anhänger bei ihrem Auswärtsspiel in Aachen im Gästeblock des Tivoli gewütet, knapp 700 Sitzschalen herausgerissen, die Toiletten im Gästebereich verwüstet und dadurch einen Schaden von rund 50.000 Euro verursacht.

Um ein ähnliches Szenario in Essen zu vermeiden, wurde im Vorfeld über den Einsatz mobiler Toiletten nachgedacht. RWE-Vorstand Alexander Rang hatte dazu erklärt: "Wenn solche Schäden, vor allem in den Sanitärbereichen, zum Standard werden, müssen wir über alternative Ideen nachdenken. Beispielsweise über den Einsatz von mobilen Toiletten. Und darunter haben dann alle Stadionbesucher zu leiden, der Stadionbesuch wird für alle deutlich unattraktiver."

Hansa Rostock setzt in Essen auf eigenes Sicherheitspersonal

Mittlerweile ist die Idee aber wieder verworfen worden – zugunsten einer anderen Maßnahme, die am Sonntag in Essen zum Tragen kommt. Wie der "NDR" am Mittwoch (2. April) zuerst berichtete, werde Hansa Rostock eigens für das Auswärtsspiel in Essen Personal abstellen, um die sanitären Anlagen zu schützen. Der Klub werde demnach "eigenes Ordnungsdienstpersonal nach Essen entsenden, welches sich primär um infrastrukturelle Einrichtungen kümmern soll".

Rot-Weiss Essen hat das Vorgehen mittlerweile auf t-online-Nachfrage bestätigt. "Es wurde wie von uns kommuniziert über den Einsatz mobiler Toiletten nachgedacht. Wir werden die Sanitäranlagen im Gästebereich aber öffnen und nach Absprache mit Rot-Weiss Essen stellt der FC Hansa dafür Personal bereit", erklärte Pressesprecher Henrik Lerch dazu. Zudem wird im Gästeblock kein Alkohol ausgeschenkt.

Bereits im Vorfeld war der Ticketvorverkauf streng reglementiert worden. So war das Gästekontingent auf lediglich 1.900 Tickets heruntergeschraubt worden, zudem waren ausschließlich Stehplätze an die Hansa-Fans verkauft worden. "Der im Stadion angrenzende Sitzplatzbereich G2 bleibt als Pufferzone teilweise leer. Unser Ordnungsdienst stockt das Personal für Sonntag auf", so Lerch.

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Polizei bei Hochrisikospiel in großer Zahl im Einsatz

Auch die Polizei wird am Sonntag in großer Zahl rund um das als Hochrisikospiel eingestufte Event im Einsatz sein. Zwar macht die Polizei aus einsatztechnischen Gründen keine Angaben zur Anzahl der eingesetzten Kräfte. Gegenüber der "WAZ" bestätigten die Beamten allerdings bereits, dass an manchen Stellen womöglich mehr Kräfte benötigt werden als bei anderen RWE-Partien.

Auch in einem am Donnerstag veröffentlichten Fanbrief hat die Polizei die Auswärtsfans bereits über die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Spiel informiert. Demnach werden Fanmärsche im Vorfeld aufgrund der Verkehrslage strikt untersagt, auch von nicht genehmigten Choreografien soll abgesehen werden. "Wir bitten daher ausdrücklich, bei der Anreise zu dem Meisterschaftsspiel am 06.04.2025 lediglich übliche Fanutensilien mitzuführen, sodass eine unkomplizierte und schnelle Einlasssituation gewährleistet werden kann", heißt es weiter.

Dass Verein und Polizei aufgrund der Partie gegen Rostock in Alarmbereitschaft sind, ist wenig verwunderlich. Denn bereits vor dem Hinspiel im Oktober 2024 hatte es einen besorgniserregenden Vorfall gegeben. Damals war ein Sonderzug mit 780 RWE-Fans auf offener Strecke von rund 200 Hansa-Hooligans überfallen worden. Dabei war es zu einem Sachschaden im sechsstelligen Bereich gekommen.

Verwendete Quellen
  • Anfrage bei Rot-Weiss Essen am 3. April 2025 (per E-Mail)
  • Fanbrief der Polizei Essen vom 3. April 2025

Quellen anzeigenSymbolbild nach unten

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