Funde in Bremen Mängel bei Lebensmittelkontrolle: Fallzahlen steigen deutlich

Immer häufiger machen Kontrolleure in Bremen unappetitliche Funde. Vor allem Gastrounternehmen sind betroffen. Die Zahlen stiegen enorm.
Die Zahl der Betriebe in Bremen, bei denen bei Kontrollen Mängel festgestellt wurden, ist in den vergangenen Jahren gestiegen. 2024 gab es 819 betroffene Betriebe, im Vergleich zu 584 im Jahr 2022. Das teilte das Gesundheitsressort in Bremen mit.
Insgesamt wurden 2024 in Bremen bei 4.480 Kontrollen Verstöße festgestellt, gegenüber 3.577 im Jahr 2022. Am häufigsten wurden Reinigungsmängel angezeigt. Weitere Beanstandungen gab es bei der Dokumentation von Wareneingangskontrollen und fehlenden Kennzeichnungen. Die Gesamtzahl der Kontrollen lag dabei jeweils bei etwa 4.200 pro Jahr.
Bei gravierenden Mängeln: Schließung droht
Das Gesundheitsressort sieht als eine mögliche Ursache für den Anstieg der Beanstandungen die unzureichende Information der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Auch Fachkräftemangel und ein hoher Wechsel in den Belegschaften könnten eine Rolle spielen.
Je nach Schweregrad können solche Funde zu neuen Hygieneauflagen, Verkaufsverboten oder sogar Betriebsschließungen führen. Auch Bußgelder sind möglich. Zudem werden betroffene Betriebe häufiger kontrolliert.
In Niedersachsen, wo ähnliche Trends beobachtet werden, gibt es rund 360 Kontrolleure für etwa 120.000 Betriebe. In Bremen sind aktuell 20 Kontrolleure für etwa 7.200 Betriebe zuständig.
- Nachrichtenagentur dpa
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