Nach Online-Petition Habeck klärt auf: So geht es politisch mit ihm weiter
Wie die anderen Ampel-Chefs wurde auch Robert Habeck am Sonntag klar abgewählt. Er gibt sich trotzdem kämpferisch.
Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck bleibt im Bundestag. Er nehme das Mandat an, teilte er in einem in sozialen Medien verbreiteten Video mit. Am Tag nach der Wahl hatte Habeck mitgeteilt, dass er kein Spitzenamt bei den Grünen mehr haben möchte. Das hatte Spekulationen ausgelöst, dass er auf sein Bundestagsmandat verzichten könnte.
Der Clip von Habeck ist in der Bundesgeschäftsstelle der Grünen aufgenommen – wie er betont, einem Ort, an dem er sich nicht zum letzten Mal aufhalte. Wie er in dem Video erklärt, habe er das Ergebnis der Wahl sacken lassen müssen. Seine Entscheidung, keine Führungsposition bei den Grünen übernehmen zu wollen, bleibe bestehen, trotzdem wolle er weiter als Abgeordneter arbeiten. Habeck appelliert an die Grünen-Wähler und gibt sich kämpferisch.
Online-Petition bittet Habeck um Politik-Verbleib
Das Ergebnis von 11,6 Prozent bei der Wahl war für die Grünen enttäuschend, nach 14,7 Prozent bei der letzten Bundestagswahl. Die Partei war mit Habeck als Kanzlerkandidat ins Rennen gezogen und hatte mindestens auf eine Regierungsbeteiligung gesetzt – eine Hoffnung, die sich nun zerschlagen hat.
Auch Olaf Scholz (SPD) hat angekündigt, trotz der Wahlniederlage dem Bundestag als einfacher Abgeordneter erhalten zu bleiben. Am Montag startete eine Online-Petition, die Habeck zu dem Verbleib in der Politik aufrief. Sie hat mehrere Hunderttausend Unterzeichner.
- Mit Material der Nachrichtenagentur dpa