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Bahnübergang: Das kostet viele Autofahrer das Leben


Tragödie mit drei Toten
Bahnübergang: Dieser Fehler kostet viele Autofahrer das Leben

Von t-online, mab

Aktualisiert am 12.03.2025Lesedauer: 2 Min.
Inferno am Bahnübergang: Bei der Kollision eines Tanklasters mit einer Stadtbahn im Norden Baden-Württembergs starben drei Menschen.Vergrößern des Bildes
Inferno am Bahnübergang: Bei der Kollision eines Tanklasters mit einer Stadtbahn im Norden Baden-Württembergs starben drei Menschen. (Quelle: Rene Priebe)
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Tod am Bahnübergang: Drei Menschen sterben, als ein Zug einen Lkw erfasst und in Flammen aufgeht. Wie kommt es zu solchen Unglücken? Und was sollten Autofahrer unbedingt beachten?

Schwerer Unfall in Baden-Württemberg: In Ubstadt-Weiher nördlich von Karlsruhe ist ein Tanklastzug mit einer Stadtbahn zusammengestoßen. Beide Fahrzeuge gerieten in Brand. Drei Menschen starben, darunter die 59-jährige Lokführerin und zwei Fahrgäste.

Der Unfall ereignete sich an einem unbeschrankten Bahnübergang. Am Tag danach sichern die Ermittler Spuren. Experten den Hergang – und ob die Signale funktionierten.

Wie kommt es zu solchen Tragödien? Und wie lassen sie sich verhindern?

Wie kommt es zu den Unfällen?

Die Statistik der Bahn ist eindeutig: Zu mehr als 97 Prozent führte ein Fehlverhalten von Verkehrsteilnehmern zum Unfall. "Die meisten Unfälle ereigneten sich durch das Missachten von Blinklichtern und Lichtzeichen beziehungsweise durch das Umfahren von Halbschranken", sagt die Bahn. Allein dieses Umfahren würde zu mehr als einem Drittel aller Unfälle führen.

Die Lokführer haben dann keine Chance mehr, rechtzeitig anzuhalten: Ein 1.000 Tonnen schwerer Personenzug hätte bei Tempo 100 einen Bremsweg von etwa einem Kilometer.

Was müssen Autofahrer tun?

Es ist so einfach wie wichtig: Gerade an Bahnübergängen müssen die Verkehrsregeln unbedingt eingehalten werden. Bei geschlossenen Schranken und leuchtendem oder blinkendem Rotlicht unbedingt anhalten und beim Andreaskreuz aufmerksam sein, betont die Bahn.

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(Quelle: IMAGO/Silas Stein)

Immer weniger Bahnübergänge

Seit den 1950er Jahren hat sich die Zahl der Bahnübergänge etwa halbiert. Sie wurden durch Unterführungen ersetzt oder Strecken wurden stillgelegt. Derzeit gibt es in Deutschland rund 16.000 Bahnübergänge, die meisten davon in Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Rund zwei Drittel aller Bahnübergänge sind technisch gesichert, zum Beispiel durch Schranken. Der Rest ist ungesichert – was aber nicht unbeschildert bedeutet.

Übergänge immer ausreichend gesichert?

Verkehrswissenschaftler und Bahningenieure kennen aber noch eine andere Ursache für die hohen Todeszahlen: nämlich eine aus ihrer Sicht unzureichende Sicherung vieler Bahnübergänge. Mehr Lichter und Schranken könnten viele Unfälle verhindern, argumentieren sie. Das aber ist teuer: Einen Bahnübergang zu modernisieren, kostet einen Millionenbetrag. Und Verhandlungen mit dem Streckenbetreiber DB Netz ziehen sich mitunter über viele Jahre hin.

So bleibt die Unfallzahl seit mehr als zehn Jahren konstant hoch – obwohl im selben Zeitraum rund 4.000 Bahnübergänge verschwanden.

Verwendete Quellen
  • bahn.de: "Bahnübergänge – Fragen und Antworten"
  • tagesschau.de: "Tod am Bahnübergang – Die unterschätzte Gefahr"
  • Nachrichtenagentur dpa

Quellen anzeigenSymbolbild nach unten

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