Rausschmiss beim Discounter Lidl-Chef muss seinen Posten räumen
Paukenschlag bei Lidl: Der bisherige Vorstandschef des Discounters, Karl-Heinz Holland, hat seinen Posten verloren. Grund für die Trennung sind offenbar nicht beizulegende Differenzen über die zukünftige Strategie des Unternehmens. Und das ist nicht der einzige anstehende Wechsel an der Lidl-Spitze.
Holland und Lidl hätten sich auf eine Beendigung der Zusammenarbeit aufgrund "unterschiedlicher, nicht überbrückbarer Auffassungen betreffend der künftigen strategischen Geschäftsausrichtung" verständigt, teilte das Unternehmen in Neckarsulm mit.
Nähere Einzelheiten wurden nicht genannt. Der 46-jährige Holland habe einen entscheidenden Anteil an der Entwicklung von Lidl zum europäischen Marktführer im Discountsegment beigetragen, hieß es.
Jahrzehnte für Lidl tätig
Holland war seit Oktober 2008 Vorstandschef. Insgesamt arbeitete er mehr als 23 Jahren für das Unternehmen. Angaben zum Nachfolger wurden zunächst nicht gemacht. Zuerst hatte die "Lebensmittelzeitung" über die Veränderungen an der Lidl-Spitze berichtet.
Auch Einkaufsvorstand geht
Auch Einkaufsvorstand Dawid Jaschok verlässt die Firma. Er soll kurz vor Holland entlassen worden sein. Als Grund wurden gleichfalls "nicht überbrückbare Auffassungen betreffend der zukünftigen Geschäftsausrichtung" genannt.
Mit rund 3300 Märkten ist Lidl nach der Aldi-Kette der zweitgrößte Lebensmitteldiscounter in Deutschland und erwirtschaftete 2013 laut "WirtschaftsWoche" einen Umsatz von fast 49 Milliarden Euro.