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Udo Lindenberg kritisiert Politiker


Kultrocker findet deutliche Worte
"Schlaffe Regierung": Udo Lindenberg kritisiert Politiker

Von dpa
02.04.2025 - 00:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Udo Lindenberg: Der Musiker nimmt kein Blatt vor den Mund.Vergrößern des Bildes
Udo Lindenberg: Der Musiker nimmt kein Blatt vor den Mund. (Quelle: Bernd Weißbrod/dpa)
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Schon vor vielen Jahren sang er gegen den Krieg. Angesichts der aktuellen Weltlage stellen sich Udo Lindenberg Fragen, die ihn um den Schlaf bringen.

Seit mehr als 50 Jahren steht Udo Lindenberg auf der Bühne. Er zählt zu den erfolgreichsten Musikern Deutschlands und hat unzählige Hits geschrieben. Einer davon: "Wozu sind Kriege da?" von 1985. Aufgrund der aktuellen Weltlage wurde das Lied im vergangenen Jahr vom UN-Kinderhilfswerk Unicef in einer neuen internationalen Fassung herausgebracht.

Die Debatte um die Aufrüstung Deutschlands lasse ihn an seiner pazifistischen Grundhaltung zweifeln, sagte der 78-Jährige jetzt dem "Stern". In den Achtzigern sei man auf die Straße gegangen "gegen die ganzen Scheißraketen". Heute sei die Lage jedoch eine andere. "In dieser verirrten Schwachmaten-Welt stellt man sich plötzlich die bange Frage: Müssen wir umdenken? Brauchen wir jetzt doch 'n starkes Militär?"

Dürfen uns an "Schizomaten" nicht gewöhnen

Die Frage, "wie wir unsere freie Welt noch retten können und ob Worte und Songs und Kunst und Demos dafür ausreichen, oder ob wir uns tatsächlich auch militärisch wappnen müssten, tut meiner Pazifistenseele sehr weh und lässt mich manchmal gar nicht schlafen", sagte Lindenberg.

Angesichts der internationalen Entwicklung mit dem Ukraine-Krieg und der zweiten Amtszeit von Donald Trump als US-Präsident sprach er von einem Horrorszenario: "Vance, Musk, Putin und dazu noch unsere schlaffe Ampelregierung, um die herum die Rechtsextremen immer lauter werden."

Resignation sei für ihn aber keine Alternative. "Wir dürfen doch die nächste Generation nicht hängen lassen. Wir dürfen uns nie daran gewöhnen, dass die Welt mal wieder regiert wird von Schizomaten", sagte Lindenberg. "Irgendwann kommen auch wieder neue Leute mit unseren Idealen und Visionen für die bessere und fairere Welt von morgen."

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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