Kuriosum bei Top-Athlet DSV-Springer sagt Skifliegen ab – wegen Höhenangst

Auf der Riesenschanze in Planica steht am Wochenende der letzte Weltcup des Winters an. Doch DSV-Adler Philipp Raimund verzichtet auf einen Start. Der Grund mutet für einen Skispringer kurios an.
Eigentlich gehört Philipp Raimund zu den konstantesten deutschen Skispringern dieses Winters. Im Gesamt-Weltcup liegt er auf Rang 22. Doch beim Skifliegen in Planica verzichtet der 24-Jährige überraschend auf einen Start – aus einem bemerkenswerten Grund.
Raimund erklärte auf Social Media, dass er unter Höhenangst leide – und diese ihm nun erneut zu schaffen mache. Der WM-Sechste aus Oberstdorf teilte mit, dass er die Situation meist gut kontrollieren könne und sie normalerweise beim Skispringen kein Problem sei. Doch speziell beim Skifliegen komme es vor, dass sein Körper plötzlich reagiere – ohne, dass er selbst Einfluss darauf nehmen könne.
"Ich verliere so für anderthalb Sekunden die Kontrolle und kann mich nur noch beobachten, während ich quasi in einer Klaue festgehalten werde", schrieb Raimund. Zwar seien laut ihm 95 Prozent seiner Sprünge nicht davon betroffen, dennoch wolle er in Planica (Schanzenrekord 252 Meter) kein Risiko eingehen, "wenn ich nicht weiß, ob ich immer noch der Pilot bin oder zumindest reagieren kann".
Raimund hat noch Hoffnung auf den Saisonabschluss am Sonntag
Der zweimalige Junioren-Weltmeister wird damit weder am Einzelwettbewerb am Freitag noch am Teamwettbewerb am Samstag teilnehmen. An seiner Stelle könnte nun Markus Eisenbichler ins Team rücken – und damit voraussichtlich seinen letzten Wettkampf bestreiten. Eine weitere Option hätte Eisenbichler nur, wenn er am Freitag überraschend unter die Top 30 des Gesamtweltcups springt und sich so für das Weltcup-Finale am Sonntag qualifiziert.
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Ob Raimund am Sonntag zum Saisonabschluss noch einmal an den Start geht, ist offen. In seinen Worten klingt aber zumindest Hoffnung mit: "Normalerweise will ich sofort wieder auf die Schanze, wenn ich anderen beim Springen zuschaue. Hoffentlich läuft es so auch diesmal. Und wenn nicht, ist es eben so."
- Mit Material der Nachrichtenagentur SID
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