"Fußball ist dazu da" Trainerin teilt nach Schlammschlacht im Viertelfinale aus
Der FC Arsenal in der nächsten Runde der Champions League. Der Weg ins Halbfinale gestaltete sich dabei dreckiger als gedacht.
Die Fußballerinnen des FC Arsenal sind dank einer mitreißenden Aufholjagd ins Halbfinale der Champions League gestürmt. Nach der 0:2-Hinspielniederlage gegen Real Madrid gewannen die Engländerinnen das zweite Duell in London mit 3:0 (0:0) und erreichten damit wie schon vor zwei Jahren die Runde der besten vier Teams. Arsenal-Trainerin Renée Slegers verzichtete nach dem Erfolg aber auf große Worte.
Die 36-Jährige erinnerte stattdessen an das Hinspiel in Madrid vor einer Woche – und konnte sich eine spitze Bemerkung nicht verkneifen: "Fußball ist dazu da, um auf Rasen gespielt zu werden", sagte Slegers nach der Partie. Sie kritisierte damit noch nachträglich den Untergrund der Gästespielstätte. Ihre Mannschaft hatte dort auf einem stark umstrittenen Platz gespielt – und mit 0:2 verloren.
Ex-Nationalspielerin erleidet Kreuzbandriss
Auch Vereinsikone Ian Wright hatte die dortigen Platzverhältnisse als "eine Schande" bezeichnet. Im Emirates-Stadion lief es für die Londonerinnen dann deutlich besser. Der Rasen sei "fantastisch", sagte Slegers nach dem Spiel und ergänzte: "Ich denke, jede Mannschaft zeigt besseren Fußball auf guten Plätzen."
Die englische Europameisterin Alessia Russo (46. und 59. Minute) und die spanische Weltmeisterin Mariona Caldentey (49.) drehten das Ergebnis zugunsten des Topteams aus England. Zwei weitere Russo-Treffer zählten aufgrund von Abseitspositionen nicht.
Arsenal trifft nun auf Rekordsieger Olympique Lyon, der sich am frühen Mittwochabend gegen den FC Bayern durchgesetzt hatte. Real, das bis zum Saisonende auf die verletzte Ex-Nationalspielerin Melanie Leupolz verzichten muss, verpasste den erstmaligen Einzug ins Halbfinale. Leupolz hatte sich das Kreuzband im Hinspiel gerissen.
- metro.co.uk: "Arsenal coach aims pitch dig at Real Madrid after stunning Champions League comeback" (englisch)
- Mit Material der Nachrichtenagentur SID