Mordprozess in Nürnberg Mann auf Bahngleis gelegt: Verhandlung könnte weitergehen

Im Mordfall an einem 48-Jährigen auf einem Bahngleis gibt es neue Entwicklungen. Die Verteidigung hat Rechtsmittel eingelegt.
Der Prozess um den Mord an einem 48-jährigen Mann, der im April vergangenen Jahres auf einem Bahngleis in Neumarkt in der Oberpfalz ums Leben kam, könnte in eine weitere Runde gehen. Die Verteidiger der drei Angeklagten haben Rechtsmittel gegen das Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth eingelegt. Dies teilte eine Sprecherin der Justiz mit.
Das Gericht hatte die Angeklagten, drei Leiharbeiter aus Litauen, wegen ihrer Beteiligung an dem Verbrechen zu teils langen Haftstrafen verurteilt. Ein 32-jähriger Mann wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, während seine beiden Komplizen Strafen von 9 und 13 Jahren erhielten.
Richter spricht von "abscheulichem Mord"
Laut Urteil hatten die drei Männer den 48-Jährigen nach einem Streit in einer Monteurunterkunft niedergeschlagen und anschließend bewusstlos auf ein nahegelegenes Bahngleis gelegt. Kurz danach überrollte ein Güterzug den Mann.
Bei der Verkündung des Urteils sprach der Vorsitzende Richter von einem "abscheulichen Mord". Zahlreiche Menschen, die in Büros entlang der Bahnstrecke arbeiteten, hätten das brutale Geschehen beobachten müssen. Auch die Lokführerin des Güterzugs leide noch immer psychisch unter dem Vorfall.
- Nachrichtenagentur dpa