Erschütterndes Tierschicksal Katzen auf Mallorca systematisch vergiftet

In einem beliebten Ferienort auf Mallorca macht eine Frau eine grausame Entdeckung: Sie findet zahlreiche tote Katzen. Offenbar wurden sie vergiftet – wohl mit Absicht.
Was ist in S'Illot wirklich geschehen? Das fragen sich viele Bewohner des bei deutschen Urlaubern beliebten Ferienortes im Osten von Mallorca, nachdem eine Frau mehrere tote Katzen entdeckte und ihren Fund den Behörden der Stadt Manacor und der Polizei meldete, berichtet das "Mallorca Magazin".
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tiere, die zu einer Katzenkolonie gehört haben sollen, über einen längeren Zeitraum systematisch vergiftet worden waren. Dazu habe ihnen eine bislang unbekannte Person täglich Rattengift in ihr Futter gemischt. Das führte zu einem langsamen und qualvollen Tod.
Streunende Katzen werden zum Problem auf der Baleareninsel
Die hohe Zahl streunender Katzen und ihre unkontrollierte Vermehrung sind inzwischen zu einem Problem auf der Baleareninsel geworden. Um dem entgegenzuwirken, werden die Katzen in sogenannten Kolonien zusammengefasst. In denen werden sie auch an festen Orten unter freiem Himmel versorgt. Auf diese Weise könnten die Behörden die Vierbeiner registrieren und kastrieren lassen, um die Population einzudämmen. Bis zu 20 Katzen gehören zu jeder Kolonie.
In der Kolonie in S'Illot sind nach der Giftgabe von 20 Katzen nun nur noch vier übrig. Die meisten von ihnen seien bereits von einem Tierarzt kastriert worden. Eine Anwohnerin habe Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Sie hofft, dass die Behörden den Tierquäler zur Rechenschaft ziehen. "Sonst wird er zurückkehren und auch die restlichen Tiere töten", sagte sie.