Sensation im DFB-Pokal Jetzt träumen sie von der Europa League

Arminia Bielefeld hat sensationell das Finale des DFB-Pokals erreicht. Ein Sieg in Berlin würde dem Drittligisten noch eine ganz andere Möglichkeit eröffnen.
Es ist das Fußballmärchen des Jahres: Drittligist Arminia Bielefeld steht im Endspiel des DFB-Pokals. Die Ostwestfalen haben auf dem Weg ins Berliner Olympiastadion den Zweitligisten Hannover 96 sowie die Bundesligisten Union Berlin, SC Freiburg, Werder Bremen und Bayer Leverkusen ausgeschaltet. Eine unglaubliche Geschichte, an deren Ende der Klub sogar europäisch spielen könnte.
Denn: Der DFB-Pokalsieger qualifiziert sich automatisch für die Europa League. Bielefeld müsste nicht mal mehr durch eine Qualifikationsrunde. Das Team, das aktuell noch um den Aufstieg in die 2. Bundesliga kämpft, wäre bei einem Triumph in der Hauptstadt automatisch in der Gruppenphase des Wettbewerbs dabei.
Was bedeutet das? Bielefeld könnte als Drittligist oder potenzieller Zweitligist auf reihenweise europäische Top-Teams treffen. Zur Übersicht: Die diesjährigen Europa-League-Teilnehmer TSG Hoffenheim und Eintracht Frankfurt bekamen es beispielsweise mit dem FC Porto, Olympique Lyon, Tottenham Hotspur, Besiktas Istanbul oder der AS Rom zu tun.
Niederlage im Finale: Geht es dann trotzdem nach Europa?
Klar ist aber auch: Verliert Bielefeld wiederum das Endspiel, platzt der Traum von Europa. Auch, wenn der mögliche Pokalsieger bereits für das europäische Geschäft qualifiziert ist. Die Regel, dass der Verlierer des Finales in diesem Falle als Nachrücker in die Europa League einzieht, gibt es seit 2015 nicht mehr.
Zur Wahrheit gehört auch: Ein Bielefelder Pokalsieg wäre für die Arminia zwar ein unglaublicher Erfolg, für die Bundesliga aber wohl eine durchaus bittere Angelegenheit. Denn der vakante Europa-League-Platz würde bei einer Bielefelder Niederlage womöglich an die nächstbeste Bundesligamannschaft gehen, die noch nicht qualifiziert ist – vorausgesetzt natürlich, der Pokalsieger hat seinen europäischen Platz bereits sicher.
Anders als in den meisten vergangenen Spielzeiten ist das aber tatsächlich nicht mal gegeben. Denn die beiden Halbfinalisten Stuttgart und Leipzig kämpfen in der Liga aktuell noch um die Qualifikation für den europäischen Wettbewerb. Gerade der VfB, aktuell auf Rang elf der Tabelle, bangt um die Teilnahme am internationalen Geschäft.
- Eigene Recherche