Kurz vor Schluss Spieler flippt nach Roter Karte aus – und verflucht den Videoschiri
Hertha BSC wollte mit einem Sieg in die Winterpause gehen. Doch gegen das Schlusslicht gab es nur einen enttäuschenden Punkt – und zum Ende etwas Frust.
Etwas mehr als 80 Minuten waren gespielt, als Schiedsrichter Patrick Ittrich Herthas Florian Niederlechner die Gelbe Karte zeigte. Der Stürmer hatte Osnabrücks Lukas Kunze im Zweitliga-Duell im Berliner Olympiastadion am Mittelkreis gefoult. Doch der anschließende Freistoß musste auf sich warten, denn der Videoschiedsrichter gab Ittrich einen Hinweis. Wenige Minuten später schaute sich der Unparteiische die Szene selbst an – und gab Niederlechner die Rote Karte.
Er hatte Kunze mit gestrecktem Bein und offener Sohle an der Wade getroffen. Eine regelgerechte Entscheidung. Dennoch war Niederlechner außer sich, hatte kein Verständnis für den Platzverweis und stapfte wütend vom Platz. Auch Trainer Pál Dárdai konnte ihn nicht beruhigen.
In der TV-Übertragung bei Sky war zu sehen, wie Niederlechner dem Vierten Offiziellen noch zuruft: "Scheiß Videobeweis!" Anschließend marschierte der 33-Jährige in die Kabine. Ein Tor fiel danach nicht mehr, Hertha und Osnabrück trennten sich mit 0:0. Ein Ergebnis, das bei den Gästen zu mehr Freude führte als bei den Gastgebern.
- TV-Übertragung bei Sky