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RAF-Ausstellung mit Richterbank und Tonbändern aus Prozess


Terrorismus
RAF-Ausstellung mit Richterbank und Tonbändern aus Prozess

Von dpa
Aktualisiert am 03.04.2025 - 14:32 UhrLesedauer: 1 Min.
Ausstellung «Stammheim 1975 - Der RAF-Prozess»Vergrößern des Bildes
Die meisten Monitore der Überwachungswand waren zum Auftakt des Stammheimer Verfahrens schon dabei. (Quelle: Martin Oversohl/dpa/dpa-bilder)
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Mammutverfahren, aber kaum Aufklärung: Die Prozesse um die Rote Armee Fraktion haben oft Schlagzeilen gemacht - einer ganz besonders. Eine Ausstellung erinnert an das erste Verfahren vor 50 Jahren.

Die harten Schalensitze aus orangefarbenem Plastik sind dabei, die unscheinbare Richterbank und die Wand aus drei Dutzend Monitoren, die in der Überwachungszentrale stand: In einer kleinen, aber ungewöhnlichen Ausstellung erinnert das Haus der Geschichte Baden-Württemberg an den ersten Stammheimer Mammutprozess gegen die Terroristen der Roten Armee Fraktion (RAF), der vor 50 Jahren in Stuttgart begonnen hat.

Trotz des geschichtsträchtigen Mobiliars, das sich das Haus der Geschichte vor dem Beginn des Abrisses des Stammheimer Mehrzweckgebäudes sicherte, stehen die Tonbandaufnahmen aus dem Gerichtssaal im Mittelpunkt der Schau. Sie offenbaren die Konfliktlinien, die sich damals quer durch Justiz und Gesellschaft zogen. Ziel sei es auch, die Auseinandersetzungen in dem spektakulären Prozess erlebbar zu machen, die Wortgefechte der Justiz mit Verteidigern und Angeklagten, sagt Kuratorin Sabrina Müller.

Urteile wurde nie rechtskräftig

Die RAF hatte im Mai 1972 Sprengstoffanschläge verübt, bei denen vier Menschen starben und viele verletzt wurden. In einem eigens dafür errichteten Gebäude direkt neben der Justizvollzugsanstalt Stammheim begann am 21. Mai 1975 der Prozess gegen Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof und Jan-Carl Raspe. Meinhof erhängte sich im Mai 1976 in ihrer Zelle.

Nach 192 Verhandlungstagen wurden Baader, Ensslin und Jan-Carl Raspe zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Urteile wurden aber nie rechtskräftig. Denn die drei nahmen sich im September 1977 in ihren Zellen das Leben, nachdem ihre Freipressung durch die zweite Generation der RAF gescheitert war.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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