Ab Sommer Stadt will "flexible Festpreise" für Taxifahrten einführen

Für Taxifahrten sollen künftig flexible Festpreise gelten. Was mit dem Begriff gemeint ist, der wie ein Widerspruch klingt.
Die Stadt Hannover will im Sommer sogenannte flexible Festpreise im Taxigewerbe einführen. Fahrgäste sollen dann vor Fahrtantritt wissen, welche Kosten auf sie zukommen. Per App oder Telefon können sie einen festen Preis vereinbaren.
Dieser darf maximal zehn Prozent über oder unter dem regulären Taxitarif liegen, teilt die Verwaltung am Mittwoch mit. Der Vorschlag geht nun in die Ratsgremien, die sich voraussichtlich ab Mai damit beschäftigen werden.
Mindestpreise für Fahrten mit Uber und Co.
Für andere taxiähnliche Anbieter wie etwa Uber oder Moia soll gleichzeitig ein Mindestpreis für Fahrten eingeführt werden. Dieser soll sich zwischen den Tarifen im öffentlichen Nahverkehr und den Taxi-Preisen bewegen. Auf diese Weise sollen faire Arbeitsbedingungen in der Branche gefördert werden, sagte der Erste Stadtrat, Axel von der Ohe. Die neuen Beförderungsbedingungen im Taxigewerbe und Mietwagenverkehr könnten nach derzeitigem Stand im August in Kraft treten.
Die Preise für Taxifahrten setzt die städtische "Verordnung über Beförderungsentgelte und -bedingungen im Gelegenheitsverkehr mit Taxen" fest. Demnach setzt sich der Preis für eine Taxifahrt aus einem Grundpreis von 4,50 Euro, dem Preis von 2,80 Euro je Kilometer sowie einem Wartezeitpreis zusammen. Letzterer beträgt 10 Cent je angefangener 10,29 Sekunden bei Unterschreitung der sogenannten "Stillstandsgeschwindigkeit".
Taxifahrten in Hannover: neuer Tarifkorridor
Diese Konditionen sollen vorerst unverändert bleiben. Neu festgeschrieben wird aber der Tarifkorridor, der eine Abweichung von jeweils höchstens zehn Prozent nach oben und unten vorsieht. In Zukunft soll eine Software anhand von Start- und Zielpunkt den Referenzpreis errechnen.
- Pressemitteilung der Landeshauptstadt Hannover (per E-Mail)