Musik- und Theater-Festival Sinatra und ein Pferd auf der Bühne: Ruhrtriennale startet

Das Festival Ruhrtriennale in einstigen Fabriken des Reviers muss angesichts von 17 Millionen Euro Jahresetat hohe Ansprüche erfüllen. Die Organisatoren versprechen ein "fulminantes Programm".
Die Ruhrtriennale, ein hochkarätiges Musik-, Theater- und Tanzfestival, findet auch dieses Jahr wieder in den ehemaligen Industriehallen des Ruhrgebiets statt. Das Festival läuft vom 21. August bis zum 21. September. Mit einem Jahresetat von 17 Millionen Euro versprechen die Organisatoren ein "fulminantes Programm". NRW-Kulturministerin Ina Brandes betonte die Herausforderung, sowohl Kulturkritiker als auch das breite Publikum zu begeistern.
Eröffnet wird das Festival mit einer Musik-Theaterproduktion unter dem Motto "I did it my way", zu Melodien von Frank Sinatra und der US-Pianistin Nina Simone. Die Hauptrollen übernehmen die Sängerin Larissa Sirah Herden (Lary) aus Gelsenkirchen und der Schauspieler Lars Eidinger.
Ein weiteres Highlight ist das multimediale Theaterstück "Oracle" von Lukasz Twarkowski, das die Geschichte des Computerpioniers Alan Turing erzählt. Turing knackte den deutschen Verschlüsselungscode Enigma im Zweiten Weltkrieg und wurde trotzdem wegen seiner sexuellen Orientierung verfolgt.
70.000 Besucher im Vorjahr
Die französisch-katalanische Truppe Baro d'evel präsentiert ihr akrobatisches Stück "Falaise" (deutsch: Klippe) mit beeindruckenden Verrenkungen, Slapstick und einem weißen Pferd auf der Bühne. Für ruhigere Momente sorgt eine achtstündige Orgel-Meditation in der Kirche von Essen-Katernberg.
Insgesamt sind 35 Produktionen und Projekte mit rund 630 Künstlern geplant. Im vergangenen Jahr zog das Festival etwa 70.000 Besucher an, womit die Messlatte für dieses Jahr hoch gesetzt ist.
- Nachrichtenagentur dpa