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Bremen: Seenotretter geben besonderen Prototypen in Auftrag


Alte Flotte hat ausgedient
Seenotretter geben Hightech-Prototyp in Auftrag

Von t-online, stk

Aktualisiert am 05.04.2025 - 18:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Noch ist es nur ein Entwurf: Ab 2026 sollen erste Tests zeigen, ob das Boot auch für Nord- und Ostsee geeignet ist.Vergrößern des Bildes
Noch ist es nur ein Entwurf: Ab 2026 sollen erste Tests zeigen, ob das Boot auch für Nord- und Ostsee geeignet ist. (Quelle: R2 Marine)
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Zahlreiche Boote der Seenotretter blicken auf viele Dienstjahre zurück. Zeit also für etwas Neues. Das soll der Prototyp können.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat den Bau eines neuen Seenotrettungsboots in Auftrag gegeben. Dieses zwölf Meter lange Spezialschiff soll bis 2026 fertiggestellt und anschließend intensiv getestet werden, teilte ein Sprecher mit.

Der Neubau, bei dem es vorerst um einen Entwurf handelt, soll mit einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 34 Knoten (63 km/h) unterwegs sein und ist eine Antwort auf das nahende Dienstalter bestehender Boote der DGzRS mit Hauptsitz in Bremen. Ein Großteil der 30 im Einsatz befindlichen Boote wurde zwischen 1999 gebaut und blickt entsprechend auf lange Einsatzzeiten zurück. Die Seenotretter planen, den Prototyp an verschiedenen Stationen entlang der Nord- und Ostseeküste zu erproben.

Boot verfügt über technische Neuerungen

Die neue Bootsklasse werde über "zeitgemäße Kommunikationstechnik und Navigationssysteme verfügen", die einfach zu bedienen sind. Ein wesentlicher Vorteil des neuen Designs ist die Trennung des Antriebsstrangs vom Fahrstand. Dies soll ruhigere Arbeitsbedingungen schaffen und die Handhabung von Bergungstragen erleichtern.

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Eine Doppeljet-Anlage mit Cummins-Motoren sorge für eine Marschgeschwindigkeit von etwa 25 Knoten (46,3 km/h). Das Boot wird aus glas- und kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff gefertigt, was es leichter und kostengünstiger macht als die bisherigen Aluminiumkonstruktionen.

Ein elastisch gelagertes Deckhaus sowie gefederte Sitze sollen die Geräusche im Fahrstand reduzieren und den Komfort für die Besatzung erhöhen. Auch ein spezielles Sicherheitssystem hält das Boot automatisch an Ort und Stelle – wichtig bei Rettungsaktionen direkt aus dem Wasser oder beim Manövrieren in engen Häfen.

Erster Kenterversuch soll 2026 starten

Die Hauptdaten des neuen Boots umfassen eine Länge von 12,75 Metern, eine Breite von 4,18 Metern sowie einen Tiefgang von nur 76 Zentimeter. Es wird mit zwei Motoren ausgestattet sein, die zusammen eine Leistung von 850 PS erbringen.

Im Frühjahr 2026 steht der sogenannte Kenterversuch des erst gebauten Prototyps an. Sollte der Test positiv verlaufen, würden weitere Boote gebaut.

Verwendete Quellen
  • seenotretter.de: Mitteilung vom 3. April 2025
  • instagram.com: Beitrag von @seenotretter
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