Ackerhof-Immobilie Historisches Fachwerk-Ensemble im Magniviertel: Pläne enthüllt

Lange war unklar, wer in das historische Fachwerkhaus am Ackerhof im Braunschweiger Magniviertel einzieht. Nun nennt der Besitzer die konkreten Pläne.
Das historische Fachwerkhaus am Ackerhof 2 im Braunschweiger Magniviertel hat schon vieles erlebt. Seit Jahrhunderten ist die Immobilie eine feste Institution im Zentrum der Löwenstadt. Das älteste Bauteil des Gebäude-Ensembles stammt aus dem Jahr 1432. So wurde es von Bauhistorikern übermittelt.
Das denkmalgeschützte Bauwerk ist damit das älteste inschriftlich datierte Fachwerkhaus Deutschlands. Und es fällt auf. Nicht nur durch den besonderen Charme der historischen Fassade, sondern auch, weil sich einmal mehr Veränderung anbahnt.
Ackerhof-Immobilie in Braunschweig: So geht es weiter
Seit 2021 hat die Firma Borek Immobilien, Besitzer des Ackerhof-Ensembles, das altehrwürdige Gebäude aufwendig saniert. Und inzwischen steht auch fest, wie die Räumlichkeiten künftig genutzt werden sollen.
Nicht etwa wird, wie jüngst spekuliert, ein Gastronomiebetrieb dort einziehen, sondern Büros von Deutsche Bank Immobilien. Das bestätigte Christopher Hundertmark, Geschäftsführer der Borek Immobilien GmbH, auf t-online-Nachfrage. Entsprechende Arbeiten sind in vollem Gange.
Fachwerkhaus im Magniviertel: Wann ziehen Immobilienbüros ein?
Denn lange soll es bis zum Einzug nicht mehr dauern. Einen fixen Startschuss für den neuen Mieter gebe es zwar noch nicht. Anvisiert sei aber der Sommer dieses Jahres, so Hundertmark. Die Immobilienbüros richte man auf der Gewerbefläche im Erdgeschoss ein. Im ersten Obergeschoss entstehen zudem zwei Wohnungen, die sich zu den bereits angelegten fünf Wohnungen im zweiten Obergeschoss gesellen.
Gedankenspiele über einen Gastronomiebetrieb hätten sich bereits vor Jahren zerschlagen. "Es gab Überlegungen, aber nicht jüngst", so Hundertmark. "Es war die Ursprungsidee, aber insbesondere wegen der Coronazeit und der Folgewirkungen daraus hat sich das nicht realisieren lassen."
Das Gebäude lebt von der Historie.
Christopher Hundertmark, Geschäftsführer der Borek Immobilien GmbH
Infolge der Krise der Gastronomie sei man dann auf die "gewerbliche Büronutzung" im Erdgeschoss sowie die Wohnungen in den Obergeschossen ausgewichen. Dass das Fachwerkhaus nach wie vor große Aufmerksamkeit auf sich zieht, kann Hundertmark verstehen. "Mittlerweile halten die Leute bei den Stadtführungen abends an. Der Stopp wurde schon fast als Programmpunkt mit aufgenommen", sagt er.
Auch für ihn persönlich habe das Fachwerk-Ensemble einen großen Charme. "Das Gebäude lebt von der Historie", so Hundertmark. Deshalb habe man bei der denkmalgerechten Sanierung auch ein Hauptaugenmerk darauf gerichtet, möglichst viel von der alten Gebäudesubstanz zu erhalten. "Es lebt von den verschiedenen Gebäuden, die über die Jahrhunderte zu einem Gebäude-Ensemble zusammengewachsen sind", weiß er.
- Gespräch mit Borek-Geschäftsführer Christopher Hundertmark
- Eigene Recherche