Fingerabdrücke, Porträts und mehr LKA löscht versehentlich 42.000 Täterdaten
Eine Verkettung von Fehlern hat offenbar zur Löschung von Zehntausenden Datensätzen zu Straftätern aus Sachsen-Anhalt geführt. Immerhin gibt es Hoffnung darauf, dass die Daten nicht gänzlich verloren sind.
Aus einer Datenbank der Polizei sind versehentlich rund 42.000 Datensätze zu Straftätern aus Sachsen-Anhalt gelöscht worden – die Rettung ist aber wahrscheinlich. Die Datensätze enthalten Fingerabdrücke, Porträtaufnahmen sowie Besonderheiten wie Tätowierungen und Narben von Tätern. Eine Fehlerkette, die im Landeskriminalamt (LKA) in Magdeburg geendet habe, führte zur Löschung, erklärte ein Sprecher am Samstag. Zuvor hatte die "Magdeburger Volksstimme" berichtet.
Betroffen ist demnach der erkennungsdienstliche Teil des Polizeilichen Informationssystems, der kürzlich vom Bundeskriminalamt an die Länder rückübertragen worden ist. Im konkreten Fall hätten alle Daten auf eine mögliche Löschung oder Verlängerung überprüft werden sollen.
Gänzlich verloren sind sie aber vermutlich nicht: Im Bundeskriminalamt existiere eine Datenbanksicherung, aus der die gelöschten Daten voraussichtlich wiederhergestellt werden können, sagte der LKA-Sprecher der "Magdeburger Volksstimme".
- Nachrichtenagentur dpa