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Verband: Großkläranlage optimiert - Emscher noch sauberer


Millionenprojekt in Dortmund
Verband: Großkläranlage optimiert - Emscher noch sauberer

Von dpa
Aktualisiert am 04.04.2025 - 12:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Neue Tuchfiltrationsanlage der EmschergenossenschaftVergrößern des Bildes
Die neuen Anlagenteile sind offiziell in Betrieb genommen worden. (Quelle: Oliver Berg/dpa/dpa-bilder)
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Laut Emschergenossenschaft arbeitet die Anlage in Dortmund-Deusen nun mit der weltweit größten Tuchfiltrationsanlage. Winzigste Spuren von Medikamentenresten oder Pestiziden würden eliminiert.

Die Wasserqualität der Emscher soll mit einer Erweiterung und erhöhten Reinigungsstufe der Großkläranlage Dortmund-Deusen noch weiter verbessert werden. Mit der weltgrößten Tuchfilteranlage und einer optimierten vierten Reinigungsstufe könnten nun auch winzigste schädliche Spurenstoffe wie Medikamentenreste, Pflanzenschutzmittel, Pestizide oder synthetische Duftstoffe aus Körperpflegeprodukten herausgefiltert werden, teilte die Emschergenossenschaft mit.

Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) sagte bei Inbetriebnahme der neuen Anlagenteile laut Mitteilung, damit setze NRW Maßstäbe in der Abwasserreinigung. Die Emscher werde wieder richtig sauber, ihr Ruf als "Köttelbecken" sei endgültig Geschichte. Das Land fördert Nachrüstung und Optimierung der Kläranlage mit gut 31 Millionen Euro.

Wie funktioniert das technologische Upgrade?

In großen Mengen kommt Pulveraktivkohle - täglich zwei Tonnen - zum Einsatz, das die Schadstoffe bindet, wie der Wasserwirtschaftsverband erläuterte. "Im Tuchfilter wird die Kohle mitsamt diesen Schadstoffen zurückgehalten, sodass nur noch das deutlich sauberere Wasser in die Emscher eingeleitet werden kann." Die Tuchfilterfläche betrage 2.880 Quadratmeter, verteilt auf 24 Becken, das sei die größte Tuchfiltration weltweit.

Bessere Reinigungsstufe nicht nur für Dortmund

Die positiven Auswirkungen werden nicht nur punktuell zu spüren sein, sondern auch die unterhalb von Dortmund an der Emscher liegenden Kommunen profitieren, hieß es. Die Emscher entspringt in Holzwickede bei Dortmund, durchquert das Ruhrgebiet von Ost nach West und mündet nach 83 Kilometern in Dinslaken in den Rhein.

Rund 170 Jahre transportierte die Emscher die Abwässer aus der Region, galt als dreckigster Fluss in Deutschland. Seit einigen Jahren fließt das Schmutzwasser - nach drei Jahrzehnten Bauzeit - durch ein unterirdisches Abwassersystem.

430 Kilometer unterirdische Abwasserkanäle verlegt

Insgesamt hatte die Emschergenossenschaft im milliardenschweren Generationenprojekt Emscher-Umbau vier moderne Großkläranlagen - darunter die in Dortmund - gebaut sowie gut 430 Kilometer unterirdische Abwasserkanäle verlegt.

Die Artenvielfalt habe sich mehr als verdreifacht, mit heute rund 500 Tieren und Wasserpflanzen in und an der Emscher. Die Revitalisierung werde mit der neuen technischen Maßnahme noch wesentlich unterstützt.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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