Honigbienen in Gefahr Asiatische Hornisse: Erstes Nest in Dortmund entdeckt

Die asiatische Hornisse hat sich in Deutschland rasant ausgebreitet und gilt als potenzielle Bedrohung für heimische Bienenvölker. Nun wurde das erste Nest in Dortmund entdeckt.
Sie lauern vor Bienenstöcken und fangen heimkehrende Honigbienen ab: Die eingeschleppte Asiatische Hornisse hat sich im vergangenen Jahr in einigen Regionen Deutschlands rasant ausgebreitet. Nun sei das erste Nest dieser Hornissenart in Dortmund entdeckt worden, teilte ein Stadtsprecher mit. Nach der Meldung an das Umweltamt sei das Nest sofort entfernt worden.
Die Hornisse wird als potenzielle Bedrohung für heimische Bienenvölker gesehen und steht auf der EU-Liste der prioritären gebietsfremden invasiven Arten. Das Umweltamt bittet insofern Bürgerinnen und Bürger, Nester zu melden, damit sie entfernt werden können. Von der europäischen Hornisse unterscheidet sie sich optisch vor allem durch die fast vollständig schwarze Färbung bis auf einen gelben Streifen am Hinterleib.
Invasive Wespenart bedroht heimische Bienen
Das Tier, das Honigbienen vertilgt, es aber auch auf andere Insekten abgesehen hat, kommt laut Benjamin Waldmann, Referent für invasive Arten im baden-württembergischen Umweltministerium, bereits im gesamten Saarland vor. Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen seien ebenfalls stark betroffen. Der milde Winter und die weiter milde Witterung ohne dauerhaften Frost in diesem Frühjahr dürften dazu führen, dass sich das Tier (Vespa velutina) im Laufe des Jahres nochmals stark vermehrt.
Erstmals wurde die aus Südostasien stammende Art im Jahr 2014 in der Nähe von Karlsruhe gesichtet. Längst haben es sich die Tiere vor allem im Süden Deutschlands bequem gemacht. Angst vor den Insekten muss man aber nicht haben: Für den Menschen sind die Asiatischen Hornissen nicht gefährlicher als die einheimische Europäische Hornisse. Sie gelten als friedlich, sofern sie sich nicht durch hektische Bewegungen oder direkte Angriffe provoziert fühlen.
- Mit Material der dpa
- Mitteilung der Stadt Dortmund vom 24. April 2024