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Großkontrolle deckt Dutzende Fälle von Sozialbetrug auf


Sozialer Brennpunkt
Großkontrolle deckt Dutzende Fälle von Sozialbetrug auf

Von dpa
Aktualisiert am 26.02.2025 - 09:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Meldekontrolle durch verschiedene Behörden am Problem-HochhausVergrößern des Bildes
Ordnungsamt und Polizei haben im Oktober die Bewohner im Problem-Hochhaus "Weißer Riese" kontrolliert. (Archivbild) (Quelle: Christoph Reichwein/dpa/dpa-bilder)
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Die "Weißen Riesen" sind in Duisburg längst Problem-Immobilien. Bei einer großangelegten Kontrolle haben die Behörden sie unter die Lupe genommen. Nun werden unrechtmäßige Zahlungen eingestellt.

Bei einer großangelegten Kontrolle in einem Brennpunkt-Hochhaus in Duisburg haben die Behörden einige Dutzend Fälle von mutmaßlichem Kindergeld-Betrug festgestellt. Nach der Meldekontrolle im Oktober seien Zahlungen für 59 Kinder eingestellt worden, sagte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit. Man versuche nun, zu Unrecht gezahltes Kindergeld zurückzufordern. In jedem Fall seien zukünftige Zahlungen in Höhe von 1,2 Millionen Euro gestoppt worden. "WAZ" und "Bild" hatten zuvor berichtet.

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Bei der Meldekontrolle hatten die Behörden überprüft, wer tatsächlich in dem sogenannten Weißen Riesen wohnt - und wer nur zum Schein dort gemeldet ist, um Sozialleistungen zu beziehen. Rund 400 Beamte waren bei der Aktion von Tür zu Tür gegangen. Nur knapp 600 der rund 1.400 gemeldeten Bewohner waren bei der Kontrolle in den frühen Morgenstunden tatsächlich angetroffen worden.

Oberbürgermeister: Aufwand hat sich gelohnt

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis der Großkontrolle. "Die Zahlen zeigen: Der Aufwand hat sich gelohnt. Wir haben massiven Sozialbetrug aufgedeckt und so immensen finanziellen Schaden abgewendet", sagte er der "Bild".

An der Aktion waren neben Polizei und Ordnungsamt Mitarbeiter der Stabsstelle für Sozialleistungsmissbrauch, der Ausländermeldestelle sowie des Jobcenters beteiligt.

Das Hochhaus im Stadtteil Homberg mit seinen 320 Wohnungen auf 20 Stockwerken gilt als sozialer Brennpunkt und sorgt immer wieder für negative Schlagzeilen. Im vergangenen Jahr hatte sich etwa die Logistikfirma DHL wochenlang geweigert, dort Pakete auszuliefern. Zusteller seien bedroht worden, hieß es von dem Bonner Konzern.

Stadt will Problemviertel sanieren

In dem Stadtteil gibt es mehrere Hochhäuser, die in den 1970er Jahren gebaut wurden. Diese "Weiße Riesen" waren für die Duisburger Arbeiterschaft zunächst durchaus begehrte Wohnungen, im Laufe der Jahre verwahrlosten die Gebäude aber.

Die Stadt Duisburg will das Problemviertel sanieren und die Lebensqualität erhöhen. Zwei der "Weißen Riesen" wurden bereits dem Erdboden gleichgemacht, bei dem nächsten soll dies noch 2025 geschehen.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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